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Müll am Langwieder See: Bezirksausschuss diskutiert über Einsatz von Robotern

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Leopold Arning würde an der Langwieder Seenplatte gerne einen Müllroboter einsetzen, der Zigarettenstummel und Kronkorken entfernt.
Leopold Arning würde an der Langwieder Seenplatte gerne einen Müllroboter einsetzen, der Zigarettenstummel und Kronkorken entfernt. © Angsa Robotics

Roboter könnten die Lösung für die Bekämpfung von kleinteiligem Müll in Münchens Grünanlagen sein – diese Bedenken gab es im Bezirksausschuss...

Langwied - Ein Roboter soll künftig die Wiesen rund um die Langwieder Seenplatte von Zigarettenkippen, Kronkorken und Plastikstücken säubern. Das wünscht sich der Aubinger Bezirksausschuss. Initiator Leopold Arning (CSU) ist durch einen Zeitungsartikel auf die Maschine eines Münchner Unternehmens gestoßen, die selbstständig herumfahren und kleinteiligen Müll aufsaugen kann.

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Gegen das Müllproblem in Grünanlagen: Bezirksausschuss diskutiert über Einsatz von Robotern

Auf konventionellem Wege sei die Reinigung der Grünanlagen von so kleinen Teilen wie Zigarettenstummeln oder Flaschendeckeln äußerst schwierig und kostenintensiv, so Arning. „Gleichzeitig richten diese erheblichen Schaden an und verunreinigen beispielsweise das Grundwasser.“ Daher beantragte er, den Müllroboter an der Langwieder Seenplatte und im Grünband Freiham zu testen. „Dort ist viel los. Die Menschen machen Picknick oder treffen sich auf einen Drink. Und überall dort, wo viele Leute sind, entsteht das Müllproblem“, sagt er.

Seine BA-Kollegin Dagmar Mosch (Grüne) fürchtete allerdings, dass der Roboter leicht Opfer von Diebstahl oder Vandalismus werden könnte. Arning verwies auf das Alarmsystem des Geräts. Sollte es hochgehoben werden, werde eine Sirene aktiviert und ein Signal auf das Handy oder Tablet des Benutzers geschickt. Claudia Stadler (SPD) sorgte sich um Tiere, die in den Grünanlagen leben. „Der Roboter ist laut Hersteller tierfreundlich und erkennt Insekten“, so Arning. Letztendlich stimmte nur Brigitta Bacak (SPD) gegen den Antrag. Sie will stattdessen den Fokus auf Müllvermeidung legen.

Roboter gegen Müll in Grünanlagen: Das sagt die Stadt München

Und auch vom zuständigen Baureferat kam rasch eine negative Antwort: Es lehnt den Einsatz in öffentlichen Grünanlagen wegen ungeklärter Sicherheits- und Haftungsfragen sowie der Unfallgefahr ab. „Zudem entfernen die Roboter nur kleinteiligen Müll, wohingegen in den hochbelasteten Grünanlagen insbesondere großformatiger Müll wie Flaschen, Becher und Verpackungen das Erscheinungsbild stören.“

Arning ärgert die Ablehnung. In Berlin sei der Roboter bereits im Einsatz. „Wenn es dort funktioniert, warum soll es dann in München nicht klappen.“ Er will das Thema daher nicht aufgeben.

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