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Lufthansa-Streik am Flughafen München: Welche Flüge dennoch stattfinden und was Passagieren geraten wird

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Von: Jonas Hönle

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Streik bei der Lufthansa in München
Streik bei der Lufthansa in München © Peter Kneffel/dpa

Wegen dem Piloten-Streik bei der Lufthansa fallen am Freitag rund 800 Flüge aus. Auch Passagieren am Flughafen München sind betroffen. Was ihren geraten wird...

Update: 02. September

Piloten-Streik bei der Lufthansa am Flughafen München - Welche Flüge stattfinden

Der Piloten-Streik bei der Lufthansa hat am Freitag wie geplant begonnen, teilt ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Morgen mit.

Lufthansa hatte bereits am Donnerstag angesichts der Drohung nahezu das komplette Programm an den Drehkreuzen München und Frankfurt gestrichen. Betroffen sind rund 130 000 Passagiere von mehr als 800 Flügen.

Die Passagiere wurden aufgefordert, nicht an die Flughäfen zu kommen, sondern auf den Zug oder Flüge an einem anderen Tag auszuweichen. Ihnen stehen bei Ausfällen oder schwerwiegenden Verspätungen Erstattungen und möglicherweise auch Ausgleichszahlungen zu.

Bestreikt werden laut der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ausschließlich die Abflüge der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie der Lufthansa Cargo von deutschen Flughäfen.

Die Tochtergesellschaften Eurowings, Lufthansa Cityline und Eurowings Discover sind von dem Aufruf nicht betroffen und sollen planmäßig fliegen. Gleiches gilt für ausländische Lufthansa-Töchter wie Swiss, Austrian oder Brussels.

Auch Lufthansa-Flüge von nicht-deutschen Startpunkten finden statt, sofern Flugzeuge und Crews bereits im Ausland sind. Ziel der Flugplaner ist ein reibungsloser Neustart nach dem Streik am Samstag. Es handelt sich um das letzte Ferienwochenende in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ab Mittwoch, den 07. September, wollen die Piloten der Lufthansa erneut in den Streik treten und Flüge ausfallen lassen.

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Piloten-Streik bei Lufthansa am Freitag: 800 Flüge fallen aus ‒ auch Passagieren am Flughafen München betroffen

Erstmeldung: 01. September

Wegen des angekündigten Piloten-Streiks streicht die Lufthansa am Freitag nahezu ihr komplettes Programm. An den Drehkreuzen Flughafen München und Frankfurt fallen rund 800 Flüge aus. Voraussichtlich 130.00 Passagieren seien betroffen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Lufthansa-Streik am Freitag: Flüge fallen aus - auch am Flughafen München

Der ganztägige Streik führe zu starken Auswirkungen auf den Flugbetrieb in der Hauptrückreisezeit zum Ende der Schulferien in mehreren Bundesländern. Auch am Donnerstag sowie am Samstag und Sonntag könne es zu Ausfällen von Flügen kommen.

Die Gesellschaften Eurowings und Eurowings Discover sind von dem Streikaufruf nicht betroffen und sollen planmäßig fliegen. Auch Lufthansa-Flüge von nicht-deutschen Startpunkten finden statt, sofern Flugzeuge und Crews bereits im Ausland sind.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Piloten der Kerngesellschaft wie auch der Frachttochter Lufthansa Cargo zu einem ganztägigen Streik aufgerufen.

Piloten-Streik bei Lufthansa am Freitag - Rund 800 Flügen gestrichen

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann forderte die VC zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Er sagte laut Mitteilung: „Uns fehlt jedes Verständnis für den Streikaufruf der VC. Die Arbeitgeberseite hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht - trotz der nachwirkenden Lasten der Corona-Krise und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft.“

Die Eskalation gehe zulasten Tausender Kunden und Kundinnen.

Lufthansa streicht Flügen wegen Piloten-Streik am Freitag - Auch Passagieren am Flughafen München betroffen

Laut Lufthansa würden die Forderungen der VC die Personalkosten im Cockpit um 40 Prozent erhöhen. Zuletzt habe das Unternehmen eine Erhöhung der monatlichen Grundvergütung um pauschal 900 Euro angeboten.

Bezogen auf die Laufzeit von 18 Monaten würde das Zuwächse von 18 Prozent für Berufsanfänger und 5 Prozent für Kapitäne in der Endstufe ergeben, teilte die Lufthansa mit. Ein Berufsanfänger käme dann unabhängig vom Flugzeugtyp auf ein Jahresbruttogehalt von rund 81 000 Euro und ein Kapitän in der Endstufe auf knapp 289 000 Euro Grundgehalt.

Die VC hatte neben 5,5 Prozent mehr Geld in diesem Jahr einen automatisierten Ausgleich oberhalb der Inflation ab 2023 verlangt. Dazu kämen eine neue Gehaltstabelle sowie mehr Geld für Krankheitstage, Urlaub und Training. Auf eine Laufzeit von zwei Jahren würde das eine Mehrbelastung von 900 Millionen Euro bedeuten, erklärte die Lufthansa. Die VC wollte sich zu diesen Zahlen nicht äußern.

„Um Arbeitskämpfe abzuwenden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen“, erklärte VC-Tarifchef Marcel Gröls. Offizieller Anlass des Arbeitskampfes sind die aus Sicht der Gewerkschaft gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Im Hintergrund schwelt zudem ein Konflikt über die Konzernstrategie.

Die VC hatte sich in der Vergangenheit die Zahl von 325 Flugzeugen garantieren lassen, die ausschließlich von den rund 5000 Kapitänen und Ersten Offizieren geflogen werden durften, die dem Konzerntarifvertrag unterlagen. Die Lufthansa hatte diese Vereinbarung unter dem Eindruck der Corona-Krise gekündigt, sich nun aber bereit gezeigt, die Flottengarantie wiederzubeleben. In welcher Größenordnung blieb unklar.

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