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Kein Streik bei Lufthansa: Piloten und Unternehmen erzielen vorläufige Einigung ‒ Flüge starten nach Plan

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Von: Jonas Hönle

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Piloten der Lufthansa beschließen zweiten Streik
Piloten der Lufthansa beschließen zweiten Streik am Mittwoch. © Peter Kneffel/dpa

Ab Mittwoch wollten die Piloten der Lufthansa erneut in den Streik treten und Flüge ausfallen lassen. Bei Verhandlungen wurde nun eine Teillösung erzielt.

Update: 07. September

Der ursprünglich für den heutigen Mittwoch geplante Streik bei der Lufthansa ist abgewendet. Die Piloten und das Unternehmen haben gestern noch eine Einigung erzielt.

Laut der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sollen die Flüge der Lufthansa-Kernmarke am Mittwoch und Donnerstag wie geplant starten. Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo, für die ein dreitägiger Streik geplant war, soll planmäßig fliegen können.

Lufthansa-Streik abgesagt: Piloten erzielen vorläufige Einigung 

Bei den Verhandlungen unter hohem Zeitdruck wurde laut VC eine Teillösung erreicht. Auch die Lufthansa äußerte sich zunächst nicht zu den am Dienstag in der Konzernzentrale am Frankfurter Flughafen erreichten Details. Dem Vernehmen nach wurden langfristig wichtige Themen auf das kommende Jahr vertagt.

Erst im Juli hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Fluggesellschaft für einen Tag nahezu lahmgelegt. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will im Herbst für ihre Mitglieder verhandeln. Und bei der größten Tochter Eurowings haben die Piloten bereits für einen Arbeitskampf votiert. Verhandlungen stehen dort aber noch an.

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Erneuter Lufthansa-Streik ab Mittwoch: Piloten wollen besseres Angebot erzwingen ‒ Kommt es noch zur Einigung?

Erstmeldung: 06. September

Die Piloten der Lufthansa haben einen zweiten Streik beschlossen. Nur mit einem verbesserten Angebot könne das Unternehmen die ab Mittwoch geplante Arbeitsniederlegung abwenden, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in der Nacht zum Dienstag in Frankfurt mit.

Zweiter Streik der Lufthansa-Piloten ab Mittwoch - Kommt es noch zur Einigung?

Für weitere Verhandlungen sein für Dienstag ein weiterer Termin angeboten worden, der „dem Vernehmen nach“ auch stattfinden werde. Die Piloten hatten bereits am vergangenen Freitag den kompletten Betrieb der Lufthansa-Kerngesellschaft lahmgelegt.

Dem neuerlichen Streik-Aufruf zufolge sollen die Flüge der Lufthansa-Passagiermaschinen aus Deutschland am Mittwoch und Donnerstag bestreikt werden.

Bei der Frachttochter Lufthansa Cargo ist der Streik von Mittwoch bis Freitag geplant. „Der angekündigte Streik kann nur durch ein ernstzunehmendes Angebot des Unternehmens abgewendet werden“, erklärte dazu VC-Sprecher Matthias Baier.

Lufthansa-Streik nur bei Flügen in Deutschland

Aus rechtlichen Gründen kann die VC nur Arbeitnehmer in Deutschland zum Arbeitskampf aufrufen. Bestreikt werden daher ausschließlich die Flüge der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie der Lufthansa Cargo von deutschen Flughäfen.

Die Tochtergesellschaften Eurowings, Lufthansa Cityline und Eurowings Discover sind von dem Arbeitskampf nicht betroffen. Gleiches galt für ausländische Lufthansa-Töchter wie Swiss, Austrian, Brussels oder Air Dolomiti. Letztere ist insbesondere am Flughafen München präsent.

Vor dem Arbeitsgericht München hat die VC ihre Tarifforderung laut dpa in einem Detail abgeändert. Weil auch die Richter rechtliche Bedenken gegen einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr äußerten, wird nun ein „pauschaler“ Inflationsausgleich in Höhe von 8,2 Prozent verlangt. Im laufenden Jahr sollen die Gehälter um 5,5 Prozent steigen.

Dazu kämen eine neue Gehaltstabelle sowie mehr Geld für Krankheitstage, Urlaub und Training.

+++ Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland am Dienstag im Überblick. +++

Einigung oder Streik? Die Forderung der Lufthansa-Piloten

Laut Lufthansa würden die zusammengefassten Forderungen der VC die Personalkosten im Cockpit um 40 Prozent erhöhen. Dies sei selbst ohne Rücksicht auf die finanziellen Folgen der Corona-Krise außerhalb des Vertretbaren. Auf eine Laufzeit von zwei Jahren würde das eine Mehrbelastung von 900 Millionen Euro bedeuten, hieß es bei der Lufthansa.

Erst im Juli hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Airline für einen ganzen Tag nahezu lahmgelegt.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will im Herbst für ihre Mitglieder verhandeln. Sie erklärte sich „ausdrücklich und uneingeschränkt solidarisch“ mit dem Streik der Piloten.

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