Hochfest

Maria Himmelfahrt in München ‒ Die Hintergründe über den Feiertag für Katholiken

Eine Gottesdienstbesucherin hält in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt ihren Kräuter-Strauß und ein Gesangsbuch in den Händen.
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Eine Gottesdienstbesucherin hält in einem Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt ihren Kräuter-Strauß und ein Gesangsbuch in den Händen.

Kräuter-Weihen und Lichterprozessionen - Maria Himmelfahrt ist für Katholiken in Bayern ein Feiertag. Wo in München Messen stattfinden und die Hintergründe des Hochfests...

  • Maria Himmelfahrt ist für Katholiken in Bayern ein Feiertag.
  • Auch in München wird das Hochfest gefeiert.
  • Die Hintergründe über Kräuter-Weihe, Messen und evangelische Gemeinden...

Mit Lichterprozessionen und der Weihe von Kräuter-Sträuße feiern Katholiken am heutigen Sonntag das Fest Maria Himmelfahrt. Ein gesetzlicher Feiertag ist das Fest allerdings nur in 1704 Städten und Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth mit. Da der Tag in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, profitieren diesmal nur wenige Menschen davon.

Wie in allen überwiegend katholischen Gemeinden ist Maria Himmelfahrt in München ein gesetzlicher Feiertag - anders ist es beispielsweise in Ober- oder Mittelfranken (z.B. im evangelisch geprägten Nürnberg).

Da der Feiertag nicht als „Stiller Tag“ wie z.B. der Karfreitag gilt, sind an Maria Himmelfahrt öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen erlaubt, somit gibt es auch keine Tanzverbote.

Zu Maria Himmelfahrt finden zahlreiche katholische Messen anlässlich des Feiertags statt. Die Pfarrkirche Maria Ramersdorf ist Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten zum „Frauendreißiger“, einer besonderen Marienverehrung.

Hier wird an Maria Himmelfahrt ein Gottesdienst abgehalten.

Mariä Himmelfahrt: Ein Feiertag für Katholiken - Die Hintergründe über das Hochfest

Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, so der korrekte Name, wird traditionell am 15. August begangen. Umgangssprachlich wird es auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannt.

Die Kirche begann, die „Entschlafung“ Mariens bereits im vierten Jahrhundert zu feiern. Nach altem Glauben fuhr die Mutter Jesu nach ihrem Tod unversehrt in den Himmel auf. 

Für die römisch-katholische Kirche ist dieser Tag seit ca. 813 ein gesetzlicher Feiertag. In Form eines Hochfestes gehören die Festlichkeiten zu den wichtigsten Marienfesten. Papst Pius XII. erhob die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel 1950 zum Dogma. 

In Bayern werden vielerorts zu Sträußen gebundene Kräuter geweiht, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Dies geht auf eine Legende aus dem achten Jahrhundert zurück, wonach ein wundersamer Kräuterduft das Grab Mariens erfüllte.

Dem Landesamt zufolge ist Maria Himmelfahrt dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn in einer Gemeinde mehr katholische als evangelische Einwohner leben. Die Festlegung beruhe auf den Ergebnissen des Zensus 2011.

dpa/lby/LHM/jh

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