Diskussion über Corona-Maßnahmen

Keine Ausweitung der Maskenpflicht am Bahnhof Pasing

Weil am Bahnhof Pasing viel los ist, wollten die Grünen dort eine Maskenpflicht.
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Weil am Bahnhof Pasing viel los ist, wollten die Grünen dort eine Maskenpflicht.

Grüne sehen rund um den Bahnhof Pasing wegen vieler Menschenansammlungen Handlungsbedarf und fordern eine Ausweitung der Maskenpflicht. Skepsis im BA

Pasing - Der örtliche Bezirks­ausschuss lehnt eine Maskenpflicht am und rund um den Bahnhofsplatz Pasing mehrheitlich ab. Die Grünen hatten dies in der jüngsten Sitzung gefordert. „Vor allem bei gutem Wetter stehen dort viele Leute beieinander und ratschen. Die Menschen halten sich dort auch länger und ohne Abstand auf“, erklärte Fraktionssprecherin Ingrid Standl. Deshalb habe es zuletzt viele Beschwerden von Leuten gegeben, die sich dort unwohl fühlten. „Die Maskenpflicht könnte ein Baustein sein, um Infektionen zu verhindern“, so Standl.

Polizeikontrollen statt Maskenpflicht am Bahnhof Pasing gefordert

Ihre Kollegen sahen dies anders. Constanze Söllner-Schaar (SPD) hielt dies für schwer durchsetzbar. „Die Leute essen etwas oder rauchen und tragen deshalb keine Masken. Es bringt nichts, ein Schild hinzustellen. Es braucht die Polizei, um die Ansammlungen zu verhindern.“ ­Tobias Hoderlein (Grüne) konnte dies nicht nachvollziehen: „In der Innenstadt haben wir die gleiche Situation und dort funktioniert die Maskenpflicht fabelhaft.“ Der Leiter der zuständigen Polizeiinspektion, Peter Löffelmann, ergänzte zudem, dass die Polizei regelmäßig am Bahnhof Pasing im Einsatz sei.

Sven Wackermann (CSU) verwies darauf, dass am Bahnhof Pasing größtenteils bereits eine Maskenpflicht gelte: „Im Bahnhofsgebäude und an den Bushaltestellen müssen die Leute schon Masken tragen.“ Die Bahn müsse die Regeln konsequenter durchsetzen, stimmte ihm Söllner-Schaar zu.

Weitere kritische Stimmen zur Maskenpflicht am Bahnhof Pasing

Franziska Messerschmidt (SPD) war ebenfalls gegen eine Maskenpflicht, weil es im Freien kaum Infektionen gebe. Sie plädierte für eine bessere Aufklärung der Menschen statt neuer Verbote. Letztendlich stimmten nur neun der zehn Grünen im Gremium für den Antrag. Romanus Scholz (Grüne) wich von der Parteilinie ab, da er befürchtete, dass die Menschen durch die Maskenpflicht am Bahnhof Pasing ins Private verdrängt würden.

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