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Weihnachts-Gottesdienste in München: So sind 2021 die Corona-Regeln

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Von: Marie-Julie Hlawica

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In St. Markus öffnet die Hirtenkirche an Heiligabend ab 15 Uhr.
In St. Markus öffnet die Hirtenkirche an Heiligabend ab 15 Uhr. © privat

Nur noch wenige Tage, dann ist Heiligabend. Hallo hat sich bei den Münchner Kirchen umgehört, wie dieses Jahr unter Corona-Auflagen Weihnachten gefeiert wird. Wie die Regeln sind.

Ob mit Gospelchor, live gestreamt vom Altar, als Dauer-Lesung der Heiligen Geschichte von nachmittags bis nachts oder als Familienandacht unter freiem Himmel: Weil auch heuer das Fest der Liebe im Zeichen von Corona steht, haben sich die Münchner Kirchen viel ausgedacht, damit am 24. Dezember jeder sein Weihnachten feiern kann.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Doch eine Besonderheit gilt in diesem Jahr: Jede Pfarrgemeinde hat unter Berücksichtigung des allgemeinen Infektionsschutzgesetzes (siehe unten) diesmal ihr eigenes Konzept entwickelt, sagt die Referentin der evangelisch-lutherischen Dekanats in München, Gabriele März.

So öffnet St. Markus in der Gabelsbergerstraße (Titelfoto) schon ab 15 Uhr seine Hirtenkirche und bietet ab halb vier bei „offener Tür“ eine wiederkehrende, stündliche Lesung der Heiligen Geschichte bis 22 Uhr.

Pfarrerin Stephanie Hübner von der Himmelfahrtskirche in Sendling leitet Andachten für Kinder und Familien unter offenem Himmel, im Kirchengarten: „Wir werden keine Einlasskontrollen machen. Innen besteht FFP2-Maskenpflicht den ganzen Gottesdienst über.“

Sie setzt ein Zeichen: „Die Gottesdienste bewusst ohne Zugangsbeschränkungen zu machen ist uns wichtig, weil wir allen die Weihnachtbotschaft mitgeben möchten. Daher beschränken wir diese auf 30 Minuten, lassen nur 80 Personen zu.“ Für Menschen, die sich in der Pandemiezeit in Gottesdiensten nicht wohl fühlen, hält sie Tüten bereit mit Texten, Gebeten und Liedern für zu Hause.

Die gleichnamige Himmelfahrtskirche in Pasing weicht mangels großem Garten Open Air in die nahe evangelisch-lutherische Gemeinde an der Bodenstedtstraße aus.

Da die Himmelfahrtskirche in Pasing keinen großen Garten hat, wird in der benachbarten Gemeinde an der Bodenstedtstraße gefeiert.
Da die Himmelfahrtskirche in Pasing keinen großen Garten hat, wird in der benachbarten Gemeinde an der Bodenstedtstraße gefeiert. © mjh

Direkt am Sendlinger Tor startet St. Matthäus mittags für Bedürftige unter der Leitung von Thomas Römer (CVJM) mit dem Weihnachtsgottesdienst vom Matthäusfrühstück. Für Menschen ohne Obdach gibt es Brotzeittüten „to go“.

In St. Nazareth in Bogenhausen dürfen sich Kirchgänger auf ein Gospelkonzert freuen, das zeitgleich im Internet übertragen wird. (Streams aller Gottesdienste von St Immanuel-Nazareth: https://www.youtube.com/playlist?list=PLtlv3cya9mec6Hu0dUjQ5aTrMUW0q3li5)

Und die Giesinger Lutherkirche feiert den Weihnachtsgottesdienst ganz groß mit Pfarrer Micha Boerschmann auf der grünen Wiese: im Rosengarten an der Isar um 15 Uhr.

Klassisch katholisch bietet der Münchner Liebfrauendom ab 22 Uhr den Livestream (www.erzbistum-muenchen.de/stream) der Christmette mit Pontifikal­amt und Kardinal Reinhard Marx. Es singen Solisten der Capella Cathedralis und des Dom-Orchesters – eine Gebärdensprachdolmetscherin wird die Predigt für Gehörlose übersetzen, eine Kamera filmt live fürs Internet.

Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören.

Kardinal Reinhard Marx feiert ab 22 Uhr im Münchner Dom die Christmette, die im Internet verfolgt werden kann.
Kardinal Reinhard Marx feiert ab 22 Uhr im Münchner Dom die Christmette, die im Internet verfolgt werden kann. © Robert Kiderle

Leiden Christi in Obermenzing hält alle Gottesdienste im Inneren mit 3G-Plus-Regel ab, bittet deshalb, weder Nachweis noch Ausweis zu vergessen – drei Kindergottesdienste gibt es im Pfarrgarten.

Auch die Pfarrleitung von St. Ursula in der Schwabinger Kaiserstraße weist auf Kontrollen zur Sicherheit der Kirchenbesucher hin: „Bitte kommen Sie pünktlich, gerne 20 Minuten vor Gottesdienstbeginn. Denken Sie bitte an den erforderlichen Nachweis und Ihr Ausweisdokument.“ G(e)bote hin oder her: Alle Münchner Kirchen eint das Fest der Liebe.

Pfarrgemeinden entscheiden: 2G, 2G-Plus oder 3G 

Aktuell gilt die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Paragraf 8 schreibt für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen vor, dass – wenn ausschließlich geimpfte, genesene oder getestete Personen teilnehmen – keine Personenobergrenze gilt.

Sonst muss die zulässige Höchstteilnehmerzahl je nach vorhandenen Plätzen und einschließlich Geimpfter sowie Genesener eingehalten werden. Gleichzeitig gilt dann ein Mindestabstand von eineinhalb Metern. Zudem ist ein Infektionsschutzkonzept nötig, das die je nach Glaubensgemeinschaft und Ritus möglichen Infektionsgefahren minimiert.

Hier geht’s zum Gottesdienst 

Ob im Pfarrbrief, in den Kirchenschaukästen oder im Internet: Da sich auch kurz vor Weihnachten Änderungen ergeben können, bittet die Referentin der evangelisch-lutherischen Dekanats in München, Gabriele März, alle Gottesdienstbesucher sich zeitnah zu erkundigen.

Unter www.muenchen-evangelisch.de/gottesdienste sind die Angebote der 66 Münchner evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden zu finden. Die katholischen Gottesdienste zur Weihnachtszeit finden sich online unter www.erzbistum-muenchen.de/gottesdienste-veranstaltungen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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