Neuer Ort für Jugendliche

Bolzplatz am Ackermannbogen: Statt Bauwagen bald ein Unterstand?

Bald weicht der Bauwagen am Bolzplatz: Thomas Beck und Heidrun Eberle haben schon Ideen für den Ort.
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Bald weicht der Bauwagen am Bolzplatz: Thomas Beck und Heidrun Eberle haben schon Ideen für den Ort.

Am Ackermannbogen in Schwabing-West soll ein neuer Ort für Jugendliche entstehen. Auch der ortsansässige Bezirksausschuss unterstützt den Vorstoß.

  • Ein neuer Ort für Jugendliche könnte bald am Bolzplatz an der Elisabeth-Kohn-Straße entstehen.
  • Geplant ist ein fester Unterstand, an dem sich die jungen Quartiersbewohner aufhalten können.
  • Der Bezirksausschuss würde das Projekt gerne finanzieren.

SCHWABING-WEST Seit Jahren steht ein ungenutzter Bauwagen am Bolzplatz an der Elisabeth-Kohn-Straße. Jetzt wird die Fläche frei, das stillgelegte Gefährt soll noch im Mai in den Petuelpark umziehen. Stattdessen soll am Ackermannbogen ein fester Unterstand für Jugendliche entstehen.

Bolzplatz am Ackermannbogen: Neuer Ort für Jugendliche geplant

Die Idee kam von Heidrun Eberle, Geschäftsführerin vom Verein Ackermannbogen sowie der Nachbarschaftsbörse: „26 Prozent der Quartiersbewohner sind unter 18 – die müssen und sollen sich auch irgendwo aufhalten.“ Sowohl bei ihr als auch beim örtlichen Bezirks­ausschuss landen jedoch immer wieder Beschwerden über Jugendliche. Da der Bolzplatz keine direkten Nachbarn hat, sei er optimal für das Vorhaben. Damit wolle man niemanden aus dem Quartier verdrängen, vielmehr gehe es darum, einen zusätzlichen Ort für junge Leute zu schaffen. Dass es genau so etwas braucht, bestätigt auch Thomas Beck vom örtlichen Jugendzentrum Life: „Die Jugendlichen suchen und brauchen einfach einen Platz für sich.“

Schwabing-West: Bezirksausschuss will Projekt finanzieren

BA-Chefin Gesa Tiedemann

Unterstützung gibt es bereits vom Bezirksausschuss. „Wir finden die Idee toll und würden das auch bezahlen“, bestätigt Viertel-Chefin Gesa Tiedemann (Grüne). Die Stadt soll jetzt prüfen, ob ein Unterstand an der Stelle möglich ist sowie die Kosten des Projekts einschätzen. Wenn alles klappt, hofft Eberle drauf, dass die Jugendlichen selbst in die Gestaltung einbezogen werden und ihre Wünsche und Bedürfnisse für die Fläche äußern können.

Jugendarbeit am Ackermannbogen

Seit fünf Jahren gibt es das Jugendzentrum „Life“ am Ackermannbogen, Lissi-Kaeser-Straße 15. Wegen der Pandemie ist das Angebot aktuell eingeschränkt. Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr findet ein Fensterverkauf von Getränken und Süßigkeiten statt, auch Einzelberatungen sind möglich. „Etwa 20 bis 25 Jugendliche kommen aktuell pro Tag, davor waren es im Schnitt 45“, so Betreuer Thomas Beck. Ab Mitte Mai hofft er, dass die Inzidenz stabil unter 100 bleibt und wieder mehr möglich ist. Online findet man das Jugendzentrum auch auf Instagram unter www.instagram.com/jugendzentrum_life.

Ein weiteres Projekt am Schwabinger Ackermannbogen ist der „StadtAcker“. Rund 30 Anwohner garteln und ernten dort gemeinsam.

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