„Albert Scharf war ein Visionär“

Trauer beim Bayerischen Rundfunk (BR) ‒ Der ehemalige Intendant Albert Scharf ist tot

Der langjährige Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), Albert Scharf (re.) sei am vergangenen Wochenende gestorben, teilte der BR am Dienstag in München mit.
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Der langjährige Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), Albert Scharf (re.) sei am vergangenen Wochenende gestorben, teilte der BR am Dienstag in München mit.

Albert Scharf stand 12 Jahre lang als Intendant an der Spitze des Bayerischen Rundfunk (BR). Als ARD-Vorsitzender wehrte er sich gegen Vorstöße von CSU-Ministerpräsident Stoiber.

  • BR trauert um ehemaligen Intendanten.
  • Albert Scharf stand 12 Jahre an der Spitze des Bayerischen Rundfunk.
  • Er musste sich in als ARD-Vorsitzender gegen Vorstöße von CSU-Ministerpräsident Stoiber wehren.

Der Bayerische Rundfunk (BR) trauert um seinen früheren Intendanten Albert Scharf. Der 86-Jährige sei am vergangenen Wochenende gestorben, teilte der BR am Dienstag in München mit. Der gebürtige Münchner stand bis Ende 2001 zwölf Jahre lang an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senders.

In seine Zeit als ARD-Vorsitzender Mitte der 1990er Jahre fiel eine scharfe politische Auseinandersetzung um das Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen. Der öffentlich-rechtliche Senderverbund musste sich gegen Vorstöße besonders des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) wehren.

Ehemaliger BR-Intendant Scharf im Alter von 86 Jahren gestorben

Unter Scharfs Regie als Intendant von März 1990 an startete der Sender unter anderem den Infosender B5 aktuell (heute BR24), den Bildungskanal BR-alpha (heute ARD-alpha) sowie erste Netzangebote mit BR-Online.

Die amtierende BR-Intendantin Katja Wildermuth sagte: „Albert Scharf war ein Visionär. Er hat in seiner Zeit als Intendant Weitsicht und Mut bewiesen und führte den Bayerischen Rundfunk auf einen neuen Weg.“ Sein Ziel sei es immer gewesen, dem BR ein unverwechselbares Profil zu verschaffen und dabei für eine breite Öffentlichkeit attraktiv und wichtig zu sein.

Insgesamt arbeitete der Jurist Scharf 36 Jahre für den BR. Seine Karriere dort hatte er zunächst als juristischer Direktor begonnen. Als erster Deutscher war er von 1983 an auch 18 Jahre lang Präsident der Europäischen Rundfunkunion EBU.

dpa/jh

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