Gezerre um Mängelbeseitigung

P+R-Anlage am Oertelplatz noch immer nicht fertig: technische Probleme, Corona und ein Insolvenzverfahren

Die öffentliche Tiefgarage am Oertelplatz ging im Juli 2019 in Betrieb, die Tore zur dortigen P+R-Anlage sind jedoch bis heute zu.
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Die öffentliche Tiefgarage am Oertelplatz ging im Juli 2019 in Betrieb, die Tore zur dortigen P+R-Anlage sind jedoch bis heute zu.

Großen Ärger gibt es in Allach wegen der Park+Ride Anlage am Oertelplatz. Das sind die Gründe, warum immer noch die Tore versperrt sind.

Allach -Der Ärger ist groß: Fast zwei Jahre seit Eröffnung des Einkaufszentrums Evers im Juli 2019 am Oertelplatz ist die parallel errichtete Park+Ride-­Anlage noch immer nicht eröffnet.

„Da stimmt doch was nicht“, bringt der Allacher Bernd Wagner (70) auf den Punkt, was wohl die meisten Anwohner denken. Denn die müssen das Problem ausbaden. „Die Pendler parken alles rundherum voll. Wir im Viertel haben keine Chance, einen Parkplatz zu bekommen“, so Wagner. Der BA Allach-Untermenzing weiß das und macht der Stadt jetzt Druck.

Das Gremium drängt das Baureferat und die städtische P+R Park & Ride GmbH, die die Anlage vom Projektentwickler MOEG übernehmen soll, die 128 Stellplätze jetzt „schnellstmöglich für die öffentliche Nutzung freizugeben“.

Laut Stadt liegt das im Moment jedoch nicht allein in deren Hand: „Die Fertigstellung und Abnahme der P+R-Anlage am Oertelplatz konnte aufgrund der Insolvenz des Generalübernehmers bislang nicht erfolgen.

Die Tore zur P+R-Anlage der Tiefgarage am Oertelplatz sind bis heute zu.

Das Baureferat steht bereits mit dem Insolvenzverwalter in Kontakt, um eine zeitnahe Inbetriebnahme der P+R-Anlage zu ermöglichen“, teilt Vanessa Salcher, Sprecherin des Baureferats auf Hallo-Anfrage mit.

Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R GmbH, ergänzt: „Das Bauwerk ist noch nicht ganz fertig. So kann man nicht aufsperren.“ Vor allem gehe es um Mängel bei Brandschutztüren und beim Blitzschutz.

Dass baulich noch nicht alles perfekt ist, bestätigt MOEG-Projektleiterin Claudia Maier. Ebenso, dass es ein Insolvenzverfahren gebe. Dies würde „die Eröffnung, beziehungsweise Abnahme der P&R-­­Anlage“ aber nicht betreffen.

„Diese wird ausschließlich aufgrund der technischen, beziehungsweise baulichen Themen und Unstimmigkeiten hinsichtlich der Umsetzung behindert“, so Maier.

„Da stimmt doch was nicht“, bringt der Allacher Bernd Wagner (70) auf den Punkt, was wohl die meisten Anwohner denken.

Sie teilt mit: „Obwohl der Generalunternehmer diverse Vorschläge zur Lösung gemacht hat, gibt es immer noch keine Einigung mit der Stadt. Ein Schiedsgutachter ist schon seit längerem eingeschaltet, aber die Verhandlungen sind mehr als schleppend – vermutlich auch wegen Corona.“

Für Viertel-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) ist entscheidend, dass die Missstände umgehend behoben werden. Er sagt: „Es ist nicht akzeptabel, dass sich die Inbetriebnahme einer normalen Tiefgarage, die baulich weitgehend fertiggestellt ist, so lange hinzieht.“

ul

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