Von Sitzbänken bis hin zu Skate-Elementen: Was in diesem Jahr und 2022 geplant ist

BA Allach-Untermenzing schnürt ein Paket zur Aufwertung der Spiel- und Sportflächen im Stadtbezirk

Lea Paetzold vom BA Allach-Untermenzing auf dem Spiel- und Bolzplatz mit Skatepark an der Behringstraße
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Lea Paetzold vom BA Allach-Untermenzing hat für den Spiel- und Bolzplatz mit Skatepark an der Behringstraße mehrere Verbesserungsvorschläge.

Der BA Allach-Untermenzing hat eine Strategie entwickelt, um die Spiel- und Bolzplätze im Viertel aufzuwerten. Los geht‘s zunächst mit einigen kleineren Wünschen.

  • Vom Mülleimer bis zur Wippe: Was der BA Allach-Untermenzing dieses Jahr auf jeden Fall erreichen will
  • Ortstermin mit Vertretern der Stadt München am 1. Juni soll Klarheit bringen
  • Bewerbung um „Kita-Stadtteil-Koffer“ und „Kinder-Aktions-Koffer“ um ein Jahr verschoben

Allach-Untermenzing - Da sind es nur eine Sitzbank und ein Mülleimer, dort eine Schaukel oder Tore: „Erstmal wollen wir viele kleine Sachen, die aber viel bringen und vor allem möglichst schnell umgesetzt werden können – am besten alles noch dieses Jahr.“ Mit dieser Strategie will Lea Paetzold (24, SPD) als Vorsitzende des Unterausschusses Familie, Bildung, Soziales und Sport im BA Allach-Untermenzing möglichst rasch mehrere Spiel- und Sportflächen im Stadtbezirk aufwerten. „Wir haben durch Corona gesehen, dass schon eine Sitzbank etwas ausmachen kann“, sagt sie.

Bestandsaufnahme im Herbst: Was die 19 Spiel- und Bolzplätze zu bieten haben - und was dort fehlt

Getüftelt wird an diesem Spiel- und Sportpaket schon länger. Nachdem immer wieder Verbesserungsvorschläge für einzelne Plätze zur Debatte standen, verschaffte sich der Unterausschuss im vergangenen Herbst einen Gesamtüberblick über den Zustand aller 19 Spiel- und Bolzplätze im 23. Stadtbezirk. Die Bestandsaufnahme mündete in einer „langen Liste mit ganz vielen Punkten“ ans Baureferat, so Lea Paetzold. Zurück kam die Bitte um eine Prioritätenliste. „Das Budget des Gartenbaus ist einfach begrenzt.“ Mehr als drei bis fünf Sachen im Jahr seien pro Stadtbezirk nicht drin, so die 24-Jährige.

Für diesen Spiel- und Bolzplatz an der Angerlohstraße, Ecke Von-Reuter-Straße gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Wünschen. Dazu gehört auch ein wetterfester Unterstand.

Ortstermin am 1. Juni: BA stellt seine Prioritäten vor

Inzwischen gibt es diese Wunschliste und bei einem Ortstermin am Dienstag, 1. Juni, will der BA mit den städtischen Vertretern klären, was davon noch in diesem Jahr wie genau realisiert werden kann. Darunter: Bänke und Mülleimer für die Flächen Am Lochholz, Ecke Karl-Hänel-Straße sowie Pasteur-/Wilhelm-Zwölfer-Straße, eine Schaukel an der Manzostraße/Zum Buntspechtweg sowie eine Wippe, ein kleines Spielhaus, Tore und ein Unterstand an der Ecke Von-Reuter-/Angerlohstraße.

Der Spielplatz mit Skatepark an der Behringstraße steht schon jetzt für 2022 ganz oben auf der Liste. Unter anderem soll ein zweiter Basketballkorb her, der Rasen des Bolzplatzes saniert und die Skateanlage mit zusätzlichen Elementen aufgewertet werden. Dafür gibt es bereits Vorschläge von jugendlichen Skatern aus dem Stadtteil. Paetzold wünscht sich für diesen Standort ein Gesamtkonzept und eine gemeinsame Umsetzung. Sie weiß aber auch: „Das wird noch etwas dauern und nicht billig.“

Der kleine Skatepark an der Behringstraße soll mit zusätzlichen Elementen aufgepeppt werden. Das wird aber frühestens 2022 passieren.

Stadt stellt Aktionskoffer zur Beteiligung von Kindern zur Verfügung, doch zur Umsetzung braucht es Einrichtungen vor Ort

Der „Kita-Stadtteil-Koffer“ und der „Kinder-Aktions-Koffer“ werden in Allach-Untermenzing 2022 nicht zum Einsatz kommen. Der BA hat beschlossen, sich erst für 2023 bei der städtischen Kinderbeauftragten zur Teilnahme an dem Projekt zu bewerben. Die Koffer enthalten diverse Methodensets, um Kinder von drei bis 14 Jahren in einem auf Monate angelegten, schrittweisen Prozess an einer kinderfreundlicheren Gestaltung ihres Stadtbezirks zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist, dass die BAs dazu möglichst viele Einrichtungen und Vereine aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im jeweiligen Stadtteil mit ins Boot holen. Das ist dem Unterausschuss Familie, Bildung, Soziales und Sport zum Bedauern der UA-Vorsitzenden Lea Paetzold (SPD) im 23. Stadtbezirk bisher nicht gelungen. Und die Anmeldefrist für 2022 endet bereits Mitte Juni. Im Nachbar-BA Pasing-Obermenzing ist man mit den Kooperationspartnern schon weiter und will die Koffer nächstes Jahr ins Viertel holen. 

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