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Digitale Tempo-Anzeigen in Münchens Stadtbezirken ‒ Allacher Lokalpolitiker kritisieren Pläne der Stadt

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Von: Ursula Löschau

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Der BA Allach-Untermenzing ist mit den MOR-Plänen zu den Digitalen Tempo-Anzeigen im Bezirk nicht einverstanden.
Der BA Allach-Untermenzing ist mit den MOR-Plänen zu den Digitalen Tempo-Anzeigen im Bezirk nicht einverstanden. © Ursula Löschau

Nach der Testphase sollen die Münchner Stadtbezirke nun mit je zwei Dialog-Displays ausgestattet werden. Der Allacher BA ist von den Plänen nicht überzeugt.

Allach - Zwei Jahre Testphase in allen 25 Stadtbezirken sowie weitere eineinhalb Jahre Auswertung – und das ist das Ergebnis: Das Mobilitätsreferat (MOR) empfiehlt, dass jeder Bezirk mit einem Paar sogenannter Dialog-Displays ausgestattet werden soll. Das wäre jeweils ein Standort mit einer digitalen Tempo-Anzeige je Fahrtrichtung. Die Anschaffung würde die Stadt finanzieren, laufende Kosten und mögliche spätere Standortwechsel müssten allerdings die Bezirks­ausschüsse als städtische Leistung beantragen und bezahlen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Digitale Tempo-Anzeigen in Münchens Bezirken: BA über Pläne der Stadt zu Dialog-Displays entsetzt

Bei zwei Geräten wären das jährlich 500 Euro für Betrieb und Unterhalt sowie 2000 Euro für das Versetzen. Für Pascal Fuckerieder (SPD), Vorsitzender des BA Allach-Untermenzing, ist das kein akzeptables Angebot. „Ich bin ein klein wenig entsetzt“, kommentierte er die MOR-Empfehlung in der jüngsten Sitzung.

Er hält mindestens drei Standorte im Stadtbezirk für angebracht und erwartet, dass die Betriebskosten von der Stadt getragen werden. Allenfalls am Aufwand für das Umsetzen könne sich der BA gegebenenfalls beteiligen, so sein Fazit, dem sich das Gremium anschloss. Auch ein anwesender Vertreter der Polizeiinspektion Moosach erklärte: „Ich finde einen Standort für Allach-Untermenzing ebenfalls sehr wenig.“

Digitale Tempo-Anzeigen: Kritik an Gestaltung nach Testphase

Grundsätzlich zweifelt der BA 23 an dem Prinzip, die Dialog-Displays immer paarweise aufstellen zu müssen. Gerade an Ortseingängen in Stadtrandbezirken würden sich die Probleme häufig auf eine Fahrtrichtung konzentrieren.

Außerdem gab es Kritik an der Gestaltung der Schilder während der Testphase. Florian Wimmer (CSU) sprach von einem „totalen Käse“. Fuckerieder stimmte zu: „Ja, den relevanten Teil mit Tempoanzeige und Smiley oder Ansage soll man groß machen und auf den restlichen Schnickschnack verzichten.“

In Aubing-Lochhausen-Langwied wurde die MOR-Vorlage akzeptiert. Was andere BAs dazu sagen, bleibt abzuwarten.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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