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BA fordert Grüne Welle an Gabelsbergerstraße – wie die Chancen stehen, wo das Konzept sonst geprüft wird 

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Von: Kassandra Fischer

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Zwei Radler warten an der Gabelsbergerstraße auf ein grünes Ampel-Signal.
Zwei Radler warten an der Gabelsbergerstraße auf ein grünes Ampel-Signal. © Kassandra Fischer

Der BA Maxvorstadt plant Grüne Wellen für Radler in mehreren Straßen im Bezirk. Welche Straßen das sind, und wie das System funktionieren soll...

MAXVORSTADT Die derzeitige Ampelschaltung an der Gabelsbergerstraße verhindere ein zügiges Vorankommen mit dem Fahrrad, der Autoverkehr werde bevorzugt, kritisieren die Grünen. Damit die Radler nicht mehr ständig bremsen müssen, soll die Stadt dort künftig eine Grüne Welle für den Radverkehr einrichten, so die Forderung in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Kritik gab es hierzu aus den Reihen von SPD und CSU, die vor allem Bedenken äußerten, dass dadurch womöglich die Buslinie ausgebremst werde. Dennoch wurde der Antrag letztlich mehrheitlich verabschiedet.

Grüne Welle für Radler: Drei Strecken in der Maxvorstadt bereits geplant

Laut Mobilitätsreferat (MOR) gibt es mit der Schelling-, Karl- und Adalbertstraße bereits drei Strecken im Bezirk, an denen eine Grüne Welle für den Radverkehr eingerichtet wurde. An der Schellingstraße beispielsweise biete diese radfreundliche Ampelschaltung ein deutlich komfortableres Vorankommen mit dem Fahrrad, bestätigt auch MOR-Sprecherin Christina Warta. Einzige Einschränkung: „Die Eingriffsmöglichkeiten von ÖPNV-Fahrzeugen auf die dortigen Ampeln können die Funktionalität der für Radfahrende ausgelegten Grünen Welle beeinträchtigen.“

Das städtische Referat beabsichtige, auch an anderen geeigneten Stellen Grüne Wellen für Radfahrende zu etablieren, erklärt Warta. „Dabei müssen jedoch immer auch die konkreten örtlichen Gegebenheiten eingehend berücksichtigt werden.“

Grüne Welle für Radler: ÖPNV kann Ampelschaltung zu Ungunsten der Radler schalten

So hänge es beispielsweise auch davon ab, wie viele Ampeln im Bereich schon durch den ÖPNV beeinflusst werden. Potentiell geeignete Streckenzüge seien bereits ermittelt worden, berichtet Warta weiter. Bei der Prüfung der Strecken würden dann vor allem die erzielbaren Effekte für Radfahrende betrachtet.

„Derzeit befinden sich die Blutenburgstraße sowie die Herzog-Heinrich-Straße in Prüfung“, verrät Warta. Die Gabelsbergerstraße hingegen sei Teil einer Liste der noch zu prüfenden Strecken.

Hier kein Dauergrün

Nicht möglich seien Grüne Wellen für den Radverkehr derzeit in Streckenzügen, für die bereits konkurrierende Ziele beschlossen seien, erklärt MOR-Sprecherin Christina Warta. Darunter fallen beispielsweise Hauptverkehrsstraßen mit Grüner Welle für den Individualverkehr oder eine ÖPNV-Beschleunigung.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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