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Aubinger wollen frühzeitig Pläne der Stadt zur Anbindung Freihams erfahren

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Verena Hollstein (3.v.li.) und ihre Mitstreiter fordern Informationen, wie sich die Stadt die Anbindung an die Eichenauer Straße genau vorstellt.
Verena Hollstein (3.v.li.) und ihre Mitstreiter fordern Informationen, wie sich die Stadt die Anbindung an die Eichenauer Straße genau vorstellt. © Andreas Schwarzbauer

Machbarkeitsstudie, die eine Umfahrung zur Anbindung von Freiham an Aubing untersucht hat,soll auf Workshop vorgestellt werden. Bürger kritisieren fehlende Vorbereitungsmöglichkeit

Aubing - 450 Unterschriften haben Verena Hollstein und ihre Mitstreiter gesammelt, um frühzeitig von den neuesten Plänen der Stadt zur Anbindung Freihams an Aubing zu erfahren. Das Planungsreferat will die Ergebnisse einer aktuellen Machbarkeitsstudie allerdings erst bei einem Bürger-Workshop im Dezember präsentieren und dar­über diskutieren lassen.

Verkehrsanbindung von Freiham an Aubing: Stadt will Ergebnisse erst im Dezember teilen - Bürger wollen Info früher haben

Die Aubinger wollen die Informationen schon vorher erhalten. „Die Komplexität des Themas erfordert es, dass man die Möglichkeit erhält, sich vor einem Workshop mit den Ergebnissen der Studie ausführlich zu befassen und sich gegebenenfalls die Gegebenheiten vor Ort anzusehen“, schreiben sie in einem offenen Brief an Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Eine kurze Vorstellung könne nicht die Basis für einen sofort anschließenden Beteiligungsprozess sein, dessen Ergebnis „als angebliches Votum der Bürger mit in die Entscheidung zur weiteren Planung einfließt“.

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Das sei so bereits beim Bürger-Workshop 2017 geschehen, kritisiert Hollstein. Die Stadt habe dort sieben Möglichkeiten vorgestellt und diskutiert, die alle nicht funktionieren würden. Die Teilnehmer hätten sich am Ende für die beiden am wenigsten schlechten Vorschläge ausgesprochen: Variante sechs und sieben.

Sie sehen vor, den neuen Stadtteil über eine Umfahrung anzubinden, die entweder in Aubing an der Eichenauer Straße oder der Altostraße endet. Doch die beiden Straßen könnten den Verkehr aus Freiham keinesfalls aufnehmen, meint Hollstein. Schon früher regte sich Widerstand gegen diese Pläne.

„Wenn Ihnen eine Bürgerbeteiligung ernst ist und nicht nur zum Schein stattfinden soll, müsste eigentlich ein viel intensiverer Dialog mit den Bürgern erfolgen, in dem auch alternative Ideen und Lösungsansätze entwickelt und diskutiert werden können. Dies ist nicht an einem einzelnen Abend möglich“, heißt es im Brief an die Stadtbaurätin. Deshalb fordern die Aubinger vor dem Bürger-Workshop eine Informationsveranstaltung.

Verkehrsanbindung von Freiham an Aubing: Unterstützung durch Bürgervereinigung

Unterstützung erhalten sie von der Bürgervereinigung Aubing-Neuaubing, die dasselbe fordert. Das Thema dürfe nicht in einer einzigen Beteiligungsveranstaltung abgehandelt werden, „sondern in einer Informationsveranstaltung zur Erläuterung und mehrerern späteren Bürgerdialog-Veranstaltungen in Präsenz mit wirklich Raum für Diskussionen“, fordert die Bürgervereinigung Aubing an das Planungsreferat.

Auch sie will vorher Zwischenergebnisse erhalten, da nur so „eine fundierte Vorbereitung“ möglich sei. Das Planungsreferat lehnt das ab. Die Ergebnisse sollen erst beim Workshop durch einen Fachgutachter vorgestellt werden.

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