Anlaufstelle für Väter

Beratung bei Fragen zu Kinder-Erziehung oder Trennung ‒ München startet professionelles Angebot für Väter

Mann mit Baby
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München bekommt ein Väterberatungszentrum.

München bekommt ein Väterberatungszentrum. Die Einrichtung soll als Treffpunkt für Väter und Kinder dienen, aber auch bei Fragen zu Scheidung und Trennung helfen.

  • Professionelle Beratung für Väter in München.
  • Väterberatungszentrum ist Angebot bei Fragen zu Trennung oder Erziehung.
  • Von dem neuen Treffpunkt sollen auch die Kinder profitieren.

Die Stadt München richtet erstmals ein Väterberatungszentrum ein. Das hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrats in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

Das Zentrum soll eine Anlaufstelle bei Fragen sein und als Treffpunkt und Kommunikationsort dienen. So sollen sich Väter und deren Kinder begegnen und austauschen können und bei Bedarf, der Zugang zu Beratung haben.

Väterberatungszentrum in München - Beratung bei Fragen zu Kinder-Erziehung und Treffpunkt für Väter

Das Angebot soll auf die speziellen Bedürfnisse von Vätern eingehen und dadurch ihr aktive Rolle weiter in der Gesellschaft verankern und fördern.

„Väter wollen sich heute mehr an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder beteiligen als noch ihre eigene Vätergeneration.“, erklärt Sozialreferentin Dorothee Schiwy. Das geschehe unabhängig davon, ob die Eltern in einer Beziehung oder getrennt leben.

In München gibt es aktuell keine spezialisierte Einrichtung für Väter, wie zum Beispiel in Städten wie Berlin. Das neue Väterberatungszentrum sei deshalb eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Selbsthilfeangeboten, wie dem Väternetzwerk und der Väterinitiative.

Fragen bei Trennung und Scheidung? Kinder sollen vom Angebot des Väterzentrum in München profitieren

Laut Schiwy kommt es durch die große Anzahl von Trennungen im Streit immer wieder zu Kontaktabbrüchen zwischen Vätern und ihren Kindern. Deshalb brauche es auch für solche Fälle ein professionelles Angebot.

Wenn Väter Unterstützung beim Umgang mit Trennung und Scheidung erhielten, könnten sie weiterhin ihre Vaterschaft ausleben. Davon würde sowohl die Kinder als auch die Mütter profitieren. Die Beratung umfasse daher rechtlichen Fragen genauso wie die psychosoziale Stabilisierung, Hilfe beim Erhalt des Umgangs mit dem Kind und Unterstützung, um familiären Eskalationen vorzubeugen.

So geht es weiter...

Das Sozialreferat wird nun ein Trägerauswahlverfahren zur Trägervergabe durchführen und die Auswahl dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen. Die Einrichtung soll in möglichst zentraler Lage gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein, einen barrierefreien Zugang haben und sich bei den Öffnungs- und Beratungszeiten an den Arbeitszeiten berufstätiger Väter orientieren. Auch eine muttersprachlicher Beratung soll möglich sein. In einer Modellphase über vier Jahre von 2022 bis 2025 soll die Einrichtung mit einem Budget von voraussichtlich rund 200.000 Euro gefördert werden. Nach der Evaluation im Jahr 2024 wird das Ergebnis dem Stadtrat zur Entscheidung erneut vorgelegt.

LHM/jh

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