Konzept für Isar-Ufer gefordert

Anwohner-Ärger: Lärm, Müll und kaum 
Abstand an der Isar – BA will Stadt in die Pflicht nehmen

Isar: Ein Glasflaschenverbot wie an der Türkenstraße ist aktuell nicht vorgesehen.
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Isar: Ein Glasflaschenverbot wie an der Türkenstraße ist aktuell nicht vorgesehen.

An der Isar wimmelt es dieses Jahr nur so von Menschenmassen. Die verursachen viel Müll und Lärm. Das führt bei Anwohnern zu Frust. Der BA fordert deswegen ein Konzept.

Isarvorstadt - Am Isar-Ufer kommen heuer noch mehr Leute als vor der Pandemie zusammen. Das Dauerthema beschäftigt auch den BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

„Wir haben regelmäßig Anliegen von Bürgern wegen Problemen, die durch Feiernde an der Isar verursacht werden: Lärm, Müll, Glasscherben“, sagt BA-Vorsitzender Benoît Blaser.

Die Viertelpolitiker fordern die Stadt per Antrag auf, „die Reinigungsfrequenz zu erhöhen und eine Strategie zum Umgang mit rücksichtslosen Feiernden vorzustellen“. Auch in der jüngsten BA-Sitzung hatte sich eine Anwohnerin über Lärm und Verschmutzung am Isarufer zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke beschwert.

Das Baureferat habe sich mit einer Müll-Strategie auf die wachsende Zahl der Besucher vorbereitet und aufgerüstet, teilte eine Sprecherin auf Hallo-Nachfrage mit. Bei schönem Wetter entmüllen Reinigungskräfte täglich das acht Kilometer lange Stadtufer.

Vorsitzender des BAs Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Benoît Blaser.

Zusätzlich wurden – zu den sechs vorhandenen – zwei weitere Abfallcontainer aufgestellt. Ein Glasflaschenverbot, wie jetzt für die Türkenstraße, sei laut Kreisverwaltungsreferat nicht geplant.

Ludwigstraße als Feiermeile: (K)eine Party für alle?

Ebenso wie der Reinigungsdienst zeigt auch die Polizei erhöhte Präsenz: 200 Beamte patrouillieren zusätzlich bei gutem Wetter am Ufer und im Stadtgebiet. „Durch die geschlossenen Clubs kommen hier mehr Leute zusammen, als vor der Pandemie“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

„Wir sehen Verstöße ohne Ende“, fügt er hinzu. Personen würden sich in zu großen Gruppen treffen, den Abstand nicht einhalten oder illegal grillen.

Um Partymeilen wie Isar und Gärtnerplatz zu entzerren, suche das Sozialreferat gemeinsam mit dem Jugendamt bereits nach Alternativen im Stadtgebiet. Der sogenannte Nacht-Beauftragte – ein Vermittler zwischen Feiernden und Anwohnern – soll am Isarufer bisher nicht eingesetzt werden, so das Sozialreferat. Dafür hätte das Allparteiliche Konfliktmanagement in München (AKIM) bisher keine Kapazität.

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