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Kölner Platz: Schwabinger Anwohner gegen Nachverdichtung mit Stelzenbau

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Von: Kassandra Fischer

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Anwohner kritisieren die geplante Bebauung des Kölner Platzes. Mit dabei: BA-Mitglieder Peter Walny (Grüne, hinten li.) und Rudi Knauss (Linke, 3. v. re.).
Anwohner kritisieren die geplante Bebauung des Kölner Platzes. Mit dabei: BA-Mitglieder Peter Walny (Grüne, hinten li.) und Rudi Knauss (Linke, 3. v. re.). © Kassandra Fischer

Am Kölner Platz erhebt sich Widerstand gegen den geplanten Stelzenbau der GWG. Nun schlägt ein Anwohner sogar einen neuen Standort vor. Die Reaktionen:

SCHWABING-WEST Eine weitere Freifläche im Stadtviertel soll verschwinden. Die GWG plant am Kölner Platz einen Stelzenbau. Die direkten Anwohner sind in Alarmbereitschaft und fordern den Erhalt der unbebauten Grün- und Parkfläche.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

„Wir haben aktuell eine kleine grüne Oase vor dem Haus“, sagt Volker Homola. „Und da soll jetzt ein Gebäude mitten rein.“ Für ihn steht fest: „Das ist schlecht fürs Klima, der Platz wird sich durch den Bau aufheizen.“ Ferner fürchtet er um den Charakter des Kölner Platzes, der dadurch zerstört werde. „Man schaut dann von allen Seiten auf das neue Gebäude. Das wird der dominierende Blickfang.“

Anwohner contra Stelzenbau am Kölner Platz: Mehrere Gründe gegen geplantes Vorhaben

Die Sicht auf das denkmalgeschützte Schwabinger Krankenhaus sei dann auch passé, pflichtet ihm sein Nachbar Jochen Stuck bei. Den geplanten Stelzenbau findet er außerdem „unglaublich hässlich“ und betont: „Das ist eine Bausünde, bevor es überhaupt gebaut wird.“

Ein weiteres Ärgernis für die Anwohner: Nur durch Zufall hätten sie überhaupt vom Bauvorhaben erfahren, das in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses auf der Tagesordnung stand.

Anwohner contra Stelzenbau am Kölner Platz: Alternativstandort gesucht

Dafür, dass in München gebaut werden müsse, habe Homola definitiv Verständnis. So sei er keineswegs per se gegen das Bauvorhaben, das vor allem für Menschen in prekären Lebenssituationen gedacht sein soll. Den Kölner Platz findet er dennoch ungeeignet und plädiert für einen alternativen Standort in der unmittelbaren Nachbarschaft: an der Prinz-Eugen-Straße.

Der alternative Standort an der Prinz-Eugen-Straße.
Der alternative Standort an der Prinz-Eugen-Straße. © Kassandra Fischer

„Ich laufe da jeden Tag vorbei und denke mir: Aus der Ecke könnte man etwas machen.“ Er fordert: „Das sollte man zumindest prüfen.“ Für die Fläche, die bislang nur in Teilen der Stadt gehört, gab es 2021 eine Bauvoranfrage, die Wohnungen und eine Kindertagesstätte vorsieht. „Die Prüfung des Baurechts läuft noch“, erklärt Thorsten Vogel vom Planungsreferat zum aktuellen Stand.

Votum des BA

Der BA sprach sich in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für eine sechsstöckige Gebäudevariante mit 50 Wohneinheiten aus. Im Vergleich zur Alternative sind darin 13 Wohnungen weniger möglich. Allerdings werden auch weniger Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Drei Stück müssten gefällt werden, 15 weitere erwartet ein Rückschnitt zwischen zehn und 50 Prozent.

Anwohner Volker Homola sieht darin immerhin „die weniger katastrophale Variante“. Die Sorge, welche Auswirkungen der Rückschnitt hat, bleibt allerdings. Hinzu kommt: Die Zahlen beziehen sich nur auf schützenswerte Bäume

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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