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Hände weg von der Dult: Sorgen durch mögliche Platz-Umgestaltung in der Au

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Von: Katrin Hildebrand

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Dritter BA-Vorsitzender Andreas Micksch hegt die Sorge, dass die Auer Dulten ausgebremst werden könnten.
Dritter BA-Vorsitzender Andreas Micksch hegt die Sorge, dass die Auer Dulten ausgebremst werden könnten. © Katrin Hildebrand

Der dritte BA-Vorsitzende Andreas Micksch ist wegen möglichen Bauvorhaben in Sorge um die Auer Dulten und warnt: „Axt nicht an Traditionsmärkten anlegen“.

Untere Au - Was wird aus dem Mariahilfplatz? Soeben hat der BA Au-Haidhausen die Bürgeranträge aus der entsprechenden Einwohnerversammlung vom April behandelt. Dabei zeigte sich: Nicht nur die Grünen wollen die kiesigen Freiflächen langfristig verändern, begrünen und den Parkplatz im Süd neu beplanen. Sogar aus der CSU gab es vereinzelt den Wunsch. Der zweite stellvertretende BA-Vorsitzende Andreas Micksch (CSU), warnte jedoch vor Raubbau an den Dulten: „Das sind hochtraditionelle Veranstaltungen. Der BA sollte die Axt nicht dort anlegen.“

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Sorge um die Auer Dulten: BA zu möglicher Umgestaltung der Marktplätze

Gegenüber Hallo erklärt er: „Es gibt im BA Bestrebungen, den Platz zu bepflanzen und die Dult zu verkleinern. Für weniger Händler aber würden die Mieten höher und wir bekämen langfristig weniger Standl, weil es Einzelnen zu teuer würde.“ Micksch fürchtet, die drei Traditionsmärkte könnten aussterben. „Schon vor Corona ist die Zahl der Schmuck- und Antiquitätenbuden gesunken. Wir müssen nun die Jakobidult im Juli abwarten und sehen, wie es sich entwickelt. Sie ist die erste Dult, die wieder ohne Pandemiemaßnahmen stattfindet.“

Auch SPD-Fraktionssprecherin Nina Reitz will keine überstürzten Veränderungen: „Wir sollten zum Thema Dult auf jeden Fall die Stimmen der Anwohner und der Marktleute anhören, bevor etwas entschieden wird.“ Für die Fragen nach einer zukünftigen Platz-Gestaltung habe der BA ja in der jüngsten Sitzung eigens beschlossen, einen breit angelegten Workshop zu veranstalten. Wenn möglich noch in diesem Jahr.

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