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„Plan H - Theater vor der Haustür“ ‒ Gruppen schließen sich erneut für Straßenshows zusammen

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Von: Katrin Hildebrand

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Bei den Straßentheater-Shows kann die ganze Nachbarschaft zuschauen.
Bei den Straßentheater-Shows kann die ganze Nachbarschaft zuschauen. © foolpool/ZEBRA

Auch dieses Jahr bringen die Gruppen „foolpool“ und „ZEBRA“ mit ihrem Straßentheater wieder Shows vor die Haustüren der Münchner - kostenlos für Jung und Alt.

München-Ost - Corona hat der Kulturszene viel Verdruss bereitet. Viele Münchner allerdings kamen erst durch die Pandemie in Kontakt mit einer künstlerischen Ausdrucksform, die sie sonst nicht erleben – dem Straßentheater (siehe Kasten). Denn das ließ sich stets mit viel Abstand im Freien bestaunen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Straßentheater bleibt bestehen: „foolpool“ und „ZEBRA“ zeigen neues Programm

Die Gruppen „foolpool“ mit Sitz im Werksviertel und das „ZEBRA Stelzentheater“ werden auch heuer wieder ein kostenloses Programm unter freiem Himmel in den Vierteln zeigen. Es heißt „Plan H – Theater vor der Haustür“. Aktuell haben 14 Bezirksausschüsse die Mitfinanzierung zugesichert, darunter Untergiesing-Harlaching und Au-Haidhausen. Am dortigen Orleansplatz guckten 2021 um die 500 Menschen zu.

Mit den Straßenshows, einem Mix aus Stelzenspiel und Comedy, erreichten die beiden Gruppen die unterschiedlichsten Menschen. „Senioren mit Rollator kamen auf uns zu und bedankten sich, dass wir das Theater, in das sie nicht mehr gehen können, zu ihnen bringen“, berichtet Piko Patrik Leins von „foolpool“. „Aber wir begeisterten auch Jugendliche. Die haben sich erst lustig gemacht. Hinterher sagten sie dann: ,Hey, die alten Knacker sind total cool.‘“

Für heuer sind etwa 20 Auftritte geplant – von Mai bis Oktober. Infos gibt es zeitnah unter www.foolpool.de.

Grüße aus der Zeit der Gaukler

Die Gruppe „foolpool“ gibt es seit über 30 Jahren. Sie spielt Straßentheater. Das Genre wurde unter anderem durch die vormoderne Tradition der Gaukler geprägt, aber auch durch das linke Arbeitertheater des ausgehenden 19. Jahrhunderts. „In den 1920ern kam das Straßentheater wieder auf“, erzählt Leins. „Dann aber wurde es von den Nazis plattgemacht, bevor es ab 1960 mit unterschiedlichen Konzepten wieder kam.“ Heute gibt es in einigen deutschen Städten wie Berlin, Bremen, Darmstadt oder Ludwigshafen spezielle Festivals. Auch auf dem Münchner Tollwood treten Straßentheater-Acts auf.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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