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Gegen Pläne der Stadt München: 450 Demonstranten setzen Zeichen in Aubing

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Die Aubinger setzten am Samstag ein Zeichen gegen die Verkehrsplanung für Freiham.
Die Aubinger setzten am Samstag ein Zeichen gegen die Verkehrsplanung für Freiham. © Andreas Schwarzbauer

Rund 450 Aubinger wehrten sich auf einer Demo gegen die von der Stadt München geplante Umfahrung – Unterstützung erhielten sie durch Stadtratsvertreter.

Aubing - Rund 450 Teilnehmer haben auf Einladung der Bürgervereinigung am Samstag in Aubing gegen die Verkehrspläne der Stadt für Freiham demonstriert. Die geplante Umgehungsstraße, die das neue Stadtviertel an die Eichenauer Straße und damit den Ortskern Aubing anbinden soll, stand im Zentrum der Kritik. „Die Stadt will den Verkehr über Aubing ableiten, aber nicht mit uns. Dagegen müssen wir kämpfen“, meinte der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Jürgen Müller, in einer Rede bei der Kundgebung.

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Gegen die Verkehrsplanung der Stadt: Aubinger kritisieren die geplante Umgehungsstraße

Das Thema betreffe nicht nur die Anwohner der 30er-Straßen, in welche die geplante Umfahrung münden soll, sondern den ganzen Stadtbezirk. „Wo fahren die Autos denn hin? Sie wollen nicht nach Aubing, sondern über Neuaubing, das Westkreuz oder Lochhausen in Richtung Zentrum oder nach Norden.“

Die Aubinger Allee dürfe deshalb nur für Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr an den alten Stadtteil angebunden werden. „Die A 99 muss unsere Ortsumgehung bleiben.“ Damit diese den zusätzlichen Verkehr aufnehmen könne, müssten zu den Hauptverkehrszeiten die Seitenstreifen freigegeben werden. „Wir brauchen keinen zusätzlichen Asphalt“, sprach sich Müller aber gegen einen Autobahn-Ausbau aus.

Zudem müsse der öffentliche Nahverkehr verbessert werden. Die geplanten Express-S-Bahnen müssten in Aubing, Freiham und Langwied halten. Insbesondere aber die U5 nach Freiham müsse vor Baubeginn des zweiten Realisierungsabschnitts fertiggestellt werden. „Dort kommen 13 000 oder 14 000 Leute dazu, aber die Kapazitäten bleiben gleich“, kritisierte Müller. „Die Stadt soll erstmal dafür sorgen, dass die Infrastruktur steht. Dann können wir weiter übers Bauen reden.“

Demonstration gegen Verkehrsplanung: Aubinger erhalten Unterstützung durch Stadtratsvertreter

Auch Vertreter aus dem Stadtrat traten bei der Demonstration ans Mikrofon. Sie versicherten, die Bedenken der Aubinger ernst zu nehmen. Winfried Kaum (CSU), Fritz Roth (FDP/Bayernpartei) und Tobias Ruff (ÖDP) sprachen sich ebenfalls dafür aus, die nötige Infrastruktur vor den Wohnungen des zweiten Realisierungsabschnitts zu schaffen.

Kaum meinte allerdings: „Wir können den Verkehr nicht an der Stadtgrenze aufhalten, aber wir wollen verhindern, dass er durch den Ortskern Aubing fährt.“ Er und seine Fraktion beantragten daher, eine Variante zu prüfen, die die Umgehungsstraße weiter über die Rupert-Bodner- auf die Bergsonstraße führt. Roth plädierte dafür, als ersten Schritt den Autobahnzubringer in Freiham schnellstmöglich anzuschließen. Ruff forderte ein Bau-Moratorium. „Wir müssen erst das schaffen, was wir vor Ort brauchen.“

Auch Anna Hanusch (Grüne) meinte: „Der Verkehr darf nicht zulasten des alten Stadtteils gehen. Wir sind nicht überzeugt von den Vorschlägen der Verwaltung. Es muss eigentlich ohne Straßenneubau in diesem Gebiet gehen.“

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