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Aubinger kritisieren Radl-Situation am Germeringer Weg – Vorschläge für mehr Sicherheit

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Robert Aenderl wünscht sich eine rote Markierung am Übergang am Germeringer Weg.
Robert Aenderl wünscht sich eine rote Markierung am Übergang am Germeringer Weg. © andy

Einige Eltern und Anwohner sind besorgt wegen der gefährlichen Situation für Radfahrer am Bahnübergang am Germeringer Weg. Es gibt gleich mehrere Verbesserungsvorschläge.

Aubing - „Saugefährlich“ sei die Situation für Radler an der Schranke am Germeringer Weg, kritisiert der Aubinger Robert Aenderl. Und auch viele Eltern sorgen sich dort um die Sicherheit ihrer Kinder.

Aubing: Stau an geschlossener Schranke am Germeringer Weg

Denn viele Schüler, die aus Lochhausen oder Aubing zum Bildungscampus nach Freiham radeln, müssen den Bahnübergang überqueren.

„Morgens staut es sich auf dem Gehweg und der Fahrbahn bis nach Aubing rein, wenn die Schranke geschlossen ist. Sobald sie aufgeht, ist die Situation völlig unübersichtlich“, sagt Stefanie Schmid vom Elternbeirat des Gymnasiums.

Eigentlich müssen Radler den Bahnübergang auf der Fahrbahn überqueren. „Auf der Straße überholen einen die ungeduldigen Autofahrer, die an der Schranke warten mussten, oft mit hohem Tempo. Einen Sicherheitsabstand hält keiner ein, weil die Straße viel zu schmal ist. Das ist mir zu riskant“, sagt Aenderl. Er fährt deshalb – ebenso wie viele Schüler – auf dem schmalen Gehweg.

Aubing: Gefährliche Situation nach Bahnübergang am Germeringer Weg

Doch dadurch kommt es nach dem Bahnübergang zu einer kritischen Situation. Viele Radfahrer querten den Germeringer Weg, der dort eine Rechtskurve macht. Die Schüler wollen so auf den einseitigen Fußweg gelangen, um zur Aubinger Allee zu radeln.

Es ist nicht die einzige Situation auf dem Weg zum Bildungscampus Freiham, die den Eltern Sorgen macht.

Andere Radler haben dagegen den Friedhof oder den Supermarkt am Freihamer Weg als Ziel. Die meisten Autofahrer dagegen folgten dem Straßenverlauf und rechneten nicht mit den Radlern. „Ich bin schon einmal im Busch gelandet, um einem Wagen auszuweichen“, sagt Aenderl.

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Aubing: mehrere Vorschläge für höhere Sicherheit für Radfahrer

Die Eltern und Aenderl wünschen sich auf dem Germeringer Weg am Fußgängerübergang nach der Schranke einen roten Streifen mit Fahrrad-Symbol. Er soll die Autofahrer auf die Radler aufmerksam machen, die dort kreuzen.

Aenderl fordert zudem für Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Aubinger Friedhof unterwegs sind, eine deutliche Markierung, dass die Radler vom Gehweg auf die Fahrbahn des Freihamer Weges einscheren.

Auch der Fahrradbeauftragte des Bezirksausschusses, Wolfgang Bösing (Grüne), sieht an dieser Stelle Handlungsbedarf: „Hier muss etwas passieren, denn die Schülerzahlen steigen immens.“ Bei einem Ortstermin im Juli hätten um 7.30 Uhr rund 50 Schüler mit Fahrrädern und Rollern an der Schranke gewartet.

Bösing hält allerdings das Radeln auf der Straße für die sicherere Variante. Er schlägt eine Aufstellfläche für Radler vor der Schranke vor. Dafür müsse die Stadt Auffahrtsspuren für die Radler markieren und die Haltelinie für die Autos nach hinten versetzen.

Vom Bahnübergang bis zur Einmündung der Aubinger Allee soll das Überholen von einspurigen Fahrzeuge verboten sein. Auf Höhe der Aubinger Allee fordert Bösing eine Linksabbiege­spur für Radler. Der BA unterstützt diese Vorschläge. Das Mobilitätsreferat hat sich die Situation vor Ort angeschaut, muss sich nun mit den anderen Referaten abstimmen.

Aubing: Weitere Markierungen als Warnsignal für Autofahrer

Aenderl sieht auch am westlichen Ende der Bergsonstraße Handlungsbedarf. An der Einmündung der Industriestraße endet der Radweg in Richtung Aubing und Radler müssen auf die Fahrbahn einscheren. „Es gibt keinen Hinweis für die Autofahrer, dass die Radlfahrer auf die Straße kommen.“

Am Ende der Bergsonstraße kann sich Aenderl eine Aufstellfläche für Radler an der Ampel vorstellen.
Am Ende der Bergsonstraße kann sich Aenderl eine Aufstellfläche für Radler an der Ampel vorstellen. © Andreas Schwarzbauer

Er schlägt eine rote Markierung auf dem Asphalt vor. Das würde er sich auch nach der Limesunterführung auf der Altostraße wünschen. Der Fahrradbeauftragte Bösing kann sich das ebenfalls vorstellen. Er verweist darauf, dass zumindest auf der Bergsonstraße ein Hinweisschild steht, aber: „Eine farbliche Markierung ist ein besseres Warnsignal.“ 

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