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Münchner Kinder- und Jugend-Fonds „Lasst uns mal ran“ feiert Jubiläum ‒ ein Blick auf die Erfolge

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Das Neuabinger Leihrad ist nur eines von vielen erfolgreichen „Lasst uns mal ran“-Projekten.
Das Neuabinger Leihrad ist nur eines von vielen erfolgreichen „Lasst uns mal ran“-Projekten. © Lasst uns mal ran

Der Kinder- und Jugend-Fonds „Lasst uns mal ran“ feiert heuer seinen zehnten Geburtstag – ein Skatepark in Lochhausen zählt zu seinen jüngsten Erfolgen.

Aubing - Eine Lounge, ein Fahrradverleih für Kinder, ein Grillplatz – das sind nur einige der Projekte, die die jungen Bewohner aus Aubing, Lochhausen oder Langwied mithilfe von „Lasst uns mal ran“ umsetzen konnten. Der Kinder- und Jugend-Fonds des 22. Stadtbezirks feiert heuer seinen zehnten Geburtstag. Seit 2011 wurden mit seiner Hilfe 50 Projekte realisiert und rund 24 000 Euro investiert.

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Hallo München ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. © Hallo München

Kinder- und Jugend-Fonds „Lasst uns mal ran“ in Aubing, Lochhausen und Langwied großer, etablierter Erfolg

Es sei eine sehr unkomplizierte und niederschwellige Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen, um ihr Leben im Stadtbezirk zu verbessern, sagt Marion Schäfer, die sich gemeinsam mit Miriam Mahlberg um „Lasst uns mal ran“ kümmert. In den Anfangsjahren hätten sie noch sehr die Werbetrommel für das Projekt rühren müssen, aber inzwischen sei es ein gängiges und selbstverständliches Beteiligungsformat geworden. Aufgrund der vielen Bewerbungen musste der Bezirksausschuss sein Budget für den Fonds bereits mehrmals aufstocken. Derzeit stellt er jährlich 5000 Euro zu Verfügung.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Schäfer und Mahlberg das Leihfahrrad für Kinder, das drei Mädels in Neuaubing umsetzten. Es war das erste derartige Angebot in ganz Deutschland. Sechs junge Lochhauserinnen wiederum vermissten einen Jugendtreff in ihrem Stadtteil. Deshalb bauten sie sich ihre eigene mobile Chill-Lounge. Gemeinsam mit einem Schreiner zimmerten sie aus Holz sechs Klappstühle, die sie in einer alten Kiste für Streusplitt deponieren können.

„Lasst uns mal ran“-Idee: Lochhausen bekommt einen Skatepark

Das Zusammenspiel mit dem örtlichen Bezirksausschuss funktioniere sehr gut. Das Gremium erhält durch „Lasst uns mal ran“ immer wieder Anregungen. Zuletzt wollten einige Jungs aus Lochhausen mithilfe des Fonds selbst Rampen für einen öffentlichen Skatepark an der Aubinger Lohe bauen.

Dies hatte allerdings aus Sicherheitsgründen keine Chance auf eine Genehmigung. Also beantragte der BA, dass die Stadt einen solchen Skatepark in Lochhausen realisieren soll. Mit Erfolg: Das Baureferat will mobile Rampen zur Verfügung stellen.

Noch bis Samstag, 27. November, können neue Projektanträge eingereicht werden.

So funktioniert der Fonds

Auf der Internetseite www.lasstunsmalran.de können die Kinder und Jugendlichen zweimal im Jahr maximal 500 Euro für ein Projekt beantragen. Sie müssen dafür nur in ein oder zwei Sätzen ihre Idee skizzieren und erklären, wie viel Geld sie dafür benötigen. Anschließend entscheidet eine Kinder- und Jugendjury gemeinsam mit Erwachsenen, was umgesetzt wird. Die jungen Antragssteller müssen dann ihr Projekt selbst realisieren, erhalten aber bei Bedarf Unterstützung von einem erwachsenen Paten. Das können Eltern oder Mitarbeiter der Kinder- und Jugendeinrichtungen sein. Die jungen Viertelbewohner setzen ihren Wunsch von Anfang bis Ende um. „Sie lernen dabei, für eine Sache verantwortlich zu sein und sich gemeinsam darum zu kümmern“, sagt Dagmar Mosch, BA-Mitglied und eine der Initiatorinnen des Fonds.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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