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Rudi-Sedlmayer-Halle (Audi Dome) wird 50: Hinter den Kulissen einer vielseitigen Halle

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Von: Marie-Julie Hlawica

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Der Audi Dome wird 50! Hallo hat einen Geburtstagsrundgang durch die Halle gemacht.
Der Audi Dome wird 50! Hallo hat einen Geburtstagsrundgang durch die Halle gemacht. © Marie-Julie Hlawica

Der Audi Dome wird 50 Jahre alt. Zur Feier des Jubiläums hat Hallo einen Rundgang durch die Halle und ihre Geschichte gemacht.

MÜNCHEN Eine Halle, tausend Gesichter: Münchens vielleicht vielfältigste Sportstätte liegt fast versteckt im Münchner Südwesten, zwischen Westpark und Mittlerem Ring. Dabei beweist die alte Dame auch zu ihrem runden Geburtstag, wie viel sie schon seit 50 Jahren zu bieten hat.

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Erbaut wurde sie als Rundsporthalle zu den 20. Olympischen Spielen 1972. Konkret für die Disziplin Basketball, daher hieß sie auch zunächst schlicht „Olympische Basketballhalle“. Seit 1974 diente dann der ehemalige Präsident des Landessportverbands, Rudi Sedlmayer, als Namensgeber. Heute kennt sie die jüngere Generation unter dem Namen Audi Dome. „Seit 2011 ist hier der Austragungsort des FC Bayern Basketballs, der dort rund 60 Spiele im Jahr absolviert“, erklärt Konstantin Wetterau, „Head of Operations“ des FC Bayern Basketball, beim Umbau-Rundgang mit Hallo.

50 Jahre Rudi-Sedlmayr-Halle: Ein Rückblick auf die Highlights

Beeindruckend ist der Blick vom sogenannten Catwalk über den Köpfen der Zuschauer der Indoor-Arena. Der Gitter-Gang gehört den Mitarbeitern, die sich um Belüftung, Beleuchtung und Mobilfunktechnik kümmern, führt über eine schmale Stahltreppe auch auf das kegelförmige Dach. Stolz blickt die Halle auf ihre belebte Vergangenheit: Nach den Olympischen Spielen fanden dort nicht nur Sport-Events eine passende Umgebung. Musik-Fans rockten vor der Bühne zu den Klängen von Queen oder Bruce Springsteen.

Es gab Polizei- und Tanz-Wettbewerbe, 1983 sogar den Eurovision-Song-Contest (damals noch unter dem Namen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“) – da im Jahr zuvor Deutschland mit Sängerin Nicole und „Ein bisschen Frieden“ den Wettbewerb gewann. Schließlich führten Brandschutzauflagen und Sicherheitsmängel dazu, dass die Halle 2003 geschlossen und frisch saniert 2007 wieder aufgesperrt wurde. Bei der Sitzplatzbuchung entscheidet heute übrigens der Rang, ob der Zuschauer noch auf den Original-Klappstühlen der 70er-Jahre Platz nimmt, oder auf neueren Hartplastik-Modellen.

Jetzt, zum Jubiläum, bekommt der Austragungsort eine weitere historische Bedeutung: Vom 13. bis 21. August finden hier die Tischtennismeisterschaften der European Championships statt. Deshalb wird an jeder Ecke gewerkelt, der Boden verändert, Plakate überklebt. Kurz, schon wieder wechselt die Allround-Halle innen ihr Gesicht.

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Zur höheren Auslastung wird die Halle seit vergangenem Jahr übrigens auch von den WWK Volleys Herrsching genutzt – etwa für alle Heimspiele der kommenden Saison. Der FCBB plant, bis 2026 zu bleiben – in der Rudi-Sedlmayer-Halle, die bei seinen Spielen dann natürlich Audi Dome heißt.

Das macht die Halle besonders

Zeitlos ist die runde Alu-Außenhaut mit knapp 57 Metern Durchmesser, entworfen von Architekt Georg Flinkerbusch. Im Inneren des 6700 bis maximal 7200 Personen fassenden Baus führt der „Catwalk“ in zwölf Metern Höhe unter der Hallendecke zum Kegelschalendach, von dem man über ganz München sieht. Die Besonderheit um die mittige Dachzentrale: Elastische Dachpappe führt Regenwasser in ein ausgeklügeltes Rohrsystem ab, Blitzableiter schützen die Stahlkonstruktion. Prüfstatiker sichern jährlich per Ultraschall Stabilität und Dichte der Hallenhaut. 

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