Er zeigt uns die alte Au

Autor Peter Klimesch widmet sich in seinem neuen Buch Entenbach- und Zeppelinstraße

Peter Klimesch vor dem Familientreff „Ente“: Hier war früher ein Milchladen.
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Peter Klimesch vor dem Familientreff „Ente“: Hier war früher ein Milchladen.

Der Autor Peter Klimesch beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit der Geschichte der Au: Insbesondere der Entenbach- und Zeppelinstraße.

Seit 1986 lebt der mittlerweile pensionierte Lehrer im Viertel, genauer in der Nockherstraße. Wie stark die Au den Autoren und Stadtteilforscher Peter Klimesch beschäftigt, wird durch seine Bücher spürbar. Wenn sie nicht gerade von der nahe gelegenen Isar handeln, stellen sie Auer Straßenzüge vor. Sein neues, mittlerweile fünftes Werk, widmet sich der Historie von Entenbach- und Zeppelinstraße vom 19. Jahrhundert bis heute.

So sah der Familientreff im frühen 20. Jahrhundert aus.

„Ich mache das aus Spaß an der Freud’“, sagt Klimesch, der einst Deutsch unterrichtete. Die Recherchen zum neuen Werk waren allerdings nicht einfach. Zwar bietet das Stadtarchiv Material und viele Fotografien aus alter Zeit. Doch hat sich die Au im 20. Jahrhundert verändert. „Das Gebiet zwischen Mariahilfplatz und Zeppelinstraße wurde im Zweiten Weltkrieg fast gänzlich zerstört“, erklärt er. „Auf Karten aus der Zeit vorher gibt es Straßen, die heute nicht mehr existieren. Da war es ziemlich schwierig, den Bezug zu jetzt herzustellen.“

Autor Peter Klimesch erinnert in Buch an die alte Au

Karl Valentins Geburthaus im frühen 20. Jahrhundert...

Doch stöberte der Autor nicht nur in alten Plänen, Akten, Büchern, Adressverzeichnissen und im Internet. Er suchte das Gespräch zu den gegenwärtigen Bewohnern. So erfuhr er einiges vom Seniorchef einer Glaserei. Dieser berichtete ihm, wie die Werkstatt nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch aus Kisten wieder aufgebaut wurde.

... und heute. Heute genießt das Haus weitaus mehr Berühmtheit.

Viele Infos erhielt Klimesch auch von den Anwohnern der Entenbachstraße 39. Wo heute der Kreativtreff „Ente“ liegt, befand sich einst ein Milchladen: „Die Kühe standen hinterm Haus auf der Wiese.“ Dort, östlich der Entenbachstraße, floss damals der Auerfehlbach. Der ist längst aufgelassen, wenige wissen, dass es ihn gab. Klimeschs Buch „Bilder aus der alten Au“, erschienen im Selbstverlag, erinnert nun an ihn und andere vergessene Münchner Geschichten.

hil

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