Verkehrssicherheit

BA fordert erneut einen Zebrastreifen an der Feldmochinger Straße - die Polizei stellt sich gegen das Vorhaben

Feldmochinger Straße
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Einen Zebrastreifen direkt hinter dem Bahnübergang, damit die Feldmochinger Straße sicher überquert werden kann, fordern Viertelpolitiker wie Silke Wallenhauer (FW/ÖDP).

Der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl fordert einen Zebrastreifen für die Feldmochinger Straße. Widerstand gibt es von Seiten der Polizei und der Stadt.

Einen Zebrastreifen an der Feldmochinger Straße auf Höhe der Borsigstraße forderte der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Freie Wähler (FW)/ÖDP-Fraktion.

Klaus Mai (SPD) reagierte zunächst skeptisch: „Wir haben dieses Vorhaben schon 2017 untersucht. Damals hat das Kreisverwaltungsreferat die Verkehrssituation überprüft und dem Ganzen eine Absage erteilt.” Ein Zebrastreifen sei dort nicht nötig. Jüngere Kinder überquerten die Straße nicht, weil ihr Schulweg dort nicht verlaufe. Erwachsene und ältere Schüler seien wiederum nicht gefährdet, weil die Sicht sehr gut sei. Ein Vertreter der Polizeiinspektion 43 bestätigte das: „Die Verkehrssituation hat sich seitdem nicht geändert.”

Christine Lissner (Grüne) wollte dem Antrag dennoch zustimmen. Es gehe nicht nur um einen Zebrastreifen, sondern auch um ein taktiles System, das blinden Fußgängern eine sichere Überquerung der Straße ermöglichen soll. Auch ihr Parteikollege Hans Kübler unterstützte den Vorstoß: „Wir können damit einen Beitrag zur Inklusion leisten.”

Zebrastreifen an Feldmochinger Straße - Stadt macht Lokalpolitikern keine Hoffnung

Silke Wallenhauer (FW/ÖDP), die sich für einen Zebrastreifen ausspricht, bekommt dafür viel Gegenwind.

Der Polizeibeamte hielt einen solchen Zebrastreifen direkt hinter der Schranke trotzdem nicht für sinnvoll: „Wenn ein Autofahrer kurz vorher am Bahnübergang gewartet hat, wird er nicht gleich wieder am Zebrastreifen halten.” Silke Wallenhauer (FW/ÖDP) ärgerte diese Aussage: „Das ist doch die ganz falsche Argumentation. Sie als Polizei müssten eigentlich die Straßenverkehrsordnung verteidigen.”

Der BA beschloss einstimmig, einen Zebrastreifen mit taktilem System zu fordern. Das Mobilitätsreferat macht den Lokalpolitikern allerdings keine großen Hoffnungen: „Grundsätzlich hat sich an der Situation vor Ort nichts verändert“, so Sprecherin Christina Warta. Auch die Hinzunahme eines taktilen Systems helfe nicht. Dennoch werde man erneut prüfen, ob ein Zebrastreifen eingerichtet werden könne.

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