Bundespolizei

München: Gleisläufer mit großer Menge Bargeld - darum war am Wochenende mehrfach der Bahnverkehr unterbrochen

Eine Polizeibeamtin benachrichtigt per Funk ihre Kollegen und beobachtet währenddessen die Gleisen.
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Gleich drei Mal mussten Bahnabschnitte in München am Freitag wegen Gleisläufern gesperrt werden.

München: Schnellbremsung bei 100 km/h und „große Bargeldsumme unbekannter Herkunft“ - kurioser Fall sorgt für Gleissperrung und Hubschraubereinsatz.

  • Zwei 18-Jährige zwingen Güterzug zu Schnellbremsung bei 100 km/h
  • Anschließend wird bei ihnen eine große Menge Bargeld aufgefunden
  • Bundespolizei sucht entsprechenden Gleisbereich in München mit Helikopter ab

München Gleich drei Mal musste am Freitag der Bahnverkehr in München unterbrochen werden, weil sich Personen im Gleisbereich aufgehalten haben. Das meldet die Bundespolizei. Betroffen waren die Bereiche zwischen Untermenzing und Allach, die Braunauer Eisenbahnbrücke und der Bereich zwischen Trudering und Haar.

Bahnverkehr in München unterbrochen: Schnellbremsung bei 100 km/h und große Menge Bargeld

Besonders ein Fall ist kurios: Kurz vor 18 Uhr waren zwei Personen zwischen Trudering und Haar im Gleis gemeldet worden. Hier musste eine Schnellbremsung vom Lokomotivführer eingeleitet werden um eine mögliche Kollision mit dem rund 100 km/h schnellen Güterzug zu vermeiden.

Bei der Absuche nahmen - dank Luftunterstützung - Kollegen der Bayerischen Landespolizei zwei flüchtende 18-Jährige fest. Bei den beiden aus Berg am Laim bzw. Trudering wurde eine größere Bargeldsumme unbekannter Herkunft aufgefunden.

Daraufhin wurde am Abend der Bahnbereich nochmals gesperrt um nach Gegenständen zu suchen, die die beiden weggeworfen haben könnten. Die Strecke war zunächst für knapp 45 Minuten und dann nochmals für rund 20 Minuten gesperrt gewesen.

Bahnverkehr in München unterbrochen: Insgesamt drei Fälle von Gleisläufern an einem Tag

Bereits gegen 13:15 Uhr hatte sich eine unbekannte Person zwischen Untermenzing und Allach im Gleis bewegt. Die Bahnstrecke war zur Absuche für rund 25 Minuten gesperrt worden.

Gegen 16:45 Uhr waren auf der Braunauer Eisenbahnbrücke drei Kinder gesehen worden. Der aus Kufstein kommende Meridian musste eine Schnellbremsung einleiten. Dabei wurde niemand im Zug verletzt.

Die drei Kinder im Alter von 11, 12 und 14 Jahren, wurden aufgegriffen und in Gewahrsam genommen und den Eltern übergeben. Sie werden in den kommenden Wochen noch ein Präventionsgespräch bei der Bundespolizeiinspektion München erhalten.

Die Strecke zwischen Haupt- und Ostbahnhof war für rund 20 Minuten gesperrt.

Bei allen Vorfällen war jeweils ein Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim eingesetzt. Durch die Gleissperrungen kam es zu erheblichen bahnbetrieblichen Auswirkungen im Zug- und S-Bahnverkehr auf den gesperrten Strecken.

Gleisläufer: Bundespolizei warnt vor Folgen

Nicht zuletzt aufgrund der anstehenden zweiwöchigen Osterferien warnt die Bundespolizei davor, Gleisanlagen zu betreten. Gleise sind kein Abenteuer-Spielplatz!

Durch den Bahnbetrieb entstehen oftmals, aus den unterschiedlichsten Gründen - teilweise auch witterungsbedingt - nicht einschätzbare Gefahren. Wir bitten Eltern und Erziehungsberichtige, in deren Wohnbereichen Züge verkehren, ihre Kinder auf diese Gefahren beim Spielen in Gleisnähe hinzuweisen.

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