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München wächst weiter - so wird es auf den großen Baustellen 2022 vorangehen

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Von: Marie-Julie Hlawica

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Auf den Münchner Großbaustellen ist 2022 viel los. Am Hauptbahnhof geht es schon jetzt kräftig voran.
Auf den Münchner Großbaustellen ist 2022 viel los. Am Hauptbahnhof geht es schon jetzt kräftig voran. © Marie-Julie Hlawica

Hauptbahnhof, Sendlinger Tor und Co: auf Münchens Baustellen ist 2022 viel los. Wo warum die Kräne stehen, was sich verändert und wann es mancherorts eng wird.

München - Überall wachsen an Münchens Großbaustellen neue Kräne in die Höhe, versperren Zäune und Baken Straßen und Plätze, kommen Baugeräte zum Einsatz: Die Stadt wächst unaufhaltsam, auch jetzt, 2022.

Dabei werden auch in diesem Jahr schon viele bedeutende Weichen für den Stadtentwicklungsplan 2040 gestellt.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Großbaustelle Hauptbahnhof: Neubauten und Abrisse

Sichtbar voran geht es in Münchens Mitte am Hauptbahnhof. Nachdem dort die Außenhülle der neuen Tunnelstation fertiggestellt werden konnte, wurde ein Betondeckel gegossen, unter dem 2022 der Aushub für die Station startet.

Bevor weitere Gebäudeteile abgerissen werden, sind umfangreiche Vorarbeiten nötig, um Kabelsysteme, Leitungen und Rohre zurückzubauen oder umzuverlegen. Im Laufe des Jahres ziehen deshalb Ladengeschäfte aus und das Reisezentrum und die DB-Information an den südlichen Ausgang Bayerstraße um.

Sanierung Paul-Heyse-Unterführung: Fertigstellung in 2022

Quasi nebenan rückt die Fertigstellung der Sanierung der Paul-Heyse-Unterführung in greifbare Nähe. So heißt es zumindest aus dem Baureferat. Zwar gilt auf den 210 Metern dort noch bis April 2022 eine Einbahnregelung von der Bayer- zur Dachauer Straße und der Individualverkehr wird weiterhin über die Mars- und Wredestraße zur Landsberger Straße umgeleitet.

Fortschritte sieht man aber tatsächlich schon jetzt: Die Wandverkleidung ist größtenteils neu angebracht, auch das Beleuchtungssystem ist vorinstalliert. Anfang Januar werden die Fahrspuren auf jeweils eine Bahn pro Richtung reduziert, die Sperrung der Weströhre kann dann aufgehoben werden. 2040 wird die Unterführung ganz abgerissen und neu aufgebaut.

Altstadtring-Tunnel und Sendlinger Tor: die Pläne für 2022

Auch entlang des Altstadtring-Tunnels geht es in eine weitere Runde vor dem Bauende im Sommer 2024: Sanierungsarbeiten an Wänden und Decke, sowie Straßenbauarbeiten am Westportal erfolgen jetzt, vor dem technischen Innenausbau. Bis Mitte 2022 erfolgt die westliche Einfahrt in den Tunnel nur über die Von-der-Tann-Straße, bis Ende 2022 bleibt die Ausfahrt zur Staatskanzlei gesperrt. Zeitgleich übers Jahr ist im Haupttunnel je nur eine Pkw-Spur in beide Richtungen befahrbar.

Flott geht es am Sendlinger Tor voran: Nachdem die neue Rampe im Sperrengeschoss fertig ist und zuletzt der U-Bahn-Treppenaufgang Sendlinger Tor geöffnet wurde, werden im Sommer 2022 der Aufgang Müllerstraße, im Herbst der westliche zentrale Umsteigebereich eröffnet. Die Ladenzeile soll ab Mitte 2023 im südlichen Sperrengeschoss wieder aufmachen.

Auch am Sendlinger Tor wird sich 2022 nach und nach einiges tun.
Auch am Sendlinger Tor wird sich 2022 nach und nach einiges tun. © Marie-Julie Hlawica

Viele neue Schienen als Auto-Alternativen

Der Beschluss für den Großteil der Finanzierung des Münchner ÖPNV-Bauprogramms in Höhe von 530,8 Millionen Euro wird im Januar 2022 im Haushaltsplenum des Stadtrats gefasst: Dann geht es mit den Vorbereitungen zur Tram-Westtangente los, wenn auch der eigentliche Baubeginn erst für 2023 vorgesehen ist, heißt es seitens der MVG. Für die Straßenbahnlinie, die Schwabing über Neuhausen, Laim, Hadern, Sendling-Westpark mit Obersendling verknüpft, müssen Grünstreifen und Fahrspuren entlang der Fürstenrieder Straße weichen, um den Fahrbetrieb zwischen Romanplatz und Waldfriedhof zu starten.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Der Beschluss des ÖPNV-Bauprogramms ist ein Meilenstein für die Verkehrswende in München. Ende 2025 sollen die ersten Trams auf den neuen Linien durch die Stadt fahren. Gerade die Tram Westtangente, die eine ganze Reihe S-Bahn-, U-Bahn- und Buslinien miteinander verbindet, wird im Münchner Westen eine besonders attraktive Alternative zum Auto darstellen.“

Erfolglos protestiert hat der BUND Naturschutz gegen die Fällung von rund 530 Alleebäumen entlang der Gotthardstraße: Schon im 1. Quartal 2022 beginnen am Laimer Platz die Arbeiten für den neuen U-Bahnhof Willibaldstraße zur Erweiterung der U5. Die Rohbauarbeiten für die Folgestationen „Am Knie“ und „Pasing“ starten 2024, der Innenausbau der Bahnhöfe ist bis 2029 projektiert und soll noch einmal zwei Jahre dauern.

Ebenso in Laim nimmt die Zweite S-Bahn-Stammstrecke weiter Fahrt auf: Sichtbar wachsen der neue Bahnsteig und die Zugangswerke. Die Fertigstellung für das neue Gleis 1 samt neu errichtetem Bahnsteig ist für das 2. Quartal 2022 geplant. Bereits „zur Hälfte errichtet“ ist der Rohbau für die Umweltverbundröhre am Bahnhof Laim, die die Deutsche Bahn im Auftrag der Landeshauptstadt baut, erklärt eine DB-Sprecherin. Die zweite Hälfte, mit Arbeiten auf der Südseite des „Laimer Tunnels“ für Fußgänger, Radler und den ÖPNV, beginnt jetzt zum Jahresanfang.

Bayernkaserne: Mehr Platz zum Leben und Wohnen

Im Münchner Norden nimmt der Standort Bayernkaserne Form an. An der Heidemannstraße wachsen das Sonderpädagogische Förderzentrum, zwei Grundschulen und ein Gymnasium. Wie es ab 2024 rund um deren Inbetriebnahme mit dem Wohnbau weitergeht, weiß Stadtentwickler Kyrill Hirner: „Im ersten Quartal des Jahres startet die Grundstückvergabe für weitere 1450 Wohnungen inklusive genossenschaftlichem Wohnen.“ Für Fragen erreicht man ihn unter kyrill.hirner@stattbau-muenchen.de.

Im Westen ragen Kräne und Rohbauten für 6000 Wohneinheiten im zweiten von drei Bauabschnitten in Freiham in den Himmel: Wie die Verkehrsanbindung der bis 2040 dort angesiedelten 25 000 Bewohner an Aubing gestaltet werden soll, wird am Mittwoch, 26. Januar, in einer digitalen Veranstaltung diskutiert. Bürgerfragen dazu bis Mittwoch, 12. Januar, an: plan.ha2-45v@muenchen.de. An der Zschokkestraße werden im Z-West 30.000 Quadratmeter Geschossfläche für Wohnformen geschaffen.

Zentral in der Stadtmitte – zwischen Oper und Tal – wächst an der Hildegardstraße Exklusives: Nach dem Abriss eines Parkhauses sollen dort zwei Gebäude mit rund 15.000 Quadratmeter Geschossfläche entstehen. Diese sollen einen „Mix aus Wohnen und Arbeiten“ anbieten.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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