Verletzt wurde glücklicherweise niemand

München: Bedrohungssituation in Untersendling - Polizisten ziehen Schusswaffen - auch ein Messer war im Spiel

Ein Polizist mit einer Waffe.
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Am Freitag musste die Münchner Polizei zur Waffe greifen. (Symbolbild)

Am Freitag mussten Münchner Beamte ihre Schusswaffen ziehen. Grund war ein Streit in Untersendling, in dem auch ein Messer gezückt wurde.

  • Polizeieinsatz in Untersendling: Mann randaliert mit Messer vor Wohnungstüre.
  • Vor Ort müssen die Beamten zur Waffe greifen.
  • Das Messer hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch den Besitzer gewechselt.

München/Untersendling - Eine Zeugin alarmierte am Freitag, 10. September die Polizei, da ein Bekannter von ihr, ein 23-Jähriger Münchner, in seiner Wohnung in Untersendling an der Wohnungstür von einer anderen männlichen Person bedroht wird. Diese Person soll mehrfach mit den Füßen gegen die Wohnungstür getreten haben, lautstark Bedrohungen geäußert haben und er soll ein Messer mit sich führen. Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei an die Örtlichkeit geschickt.

München: Bedrohungssituation in Untersendling - Polizisten ziehen Schusswaffen

Zwischenzeitlich hatte sich die drohende Person, ein 27-Jähriger Münchner, aus dem Haus entfernt und dabei im Treppenhaus sein Messer verloren. Die Zeugin nahm das Messer an sich und ging nach draußen, um der Polizei die Einsatzörtlichkeit zu zeigen. Als die erste Streife eintraf, bemerkten sie die Frau, die das Messer in der Hand hielt. Sie wirkte aufgebracht und aggressiv und legte auf Aufforderung das Messer nicht ab. Daraufhin zogen die Beamten ihre Schusswaffen und dirigierten sie zu Boden. Dort wurde das Messer gesichert.

Untersendling: Beide beteiligten Männer kassierten eine Anzeige

Im Rahmen der Fahndung wurde der 27-Jährige kurz danach im Bereich der Pfeuferstraße angetroffen. Da aufgrund der Mitteilung am Notruf, dass er ein Messer bei sich führt und damit zuvor aggressiv gedroht hatte, zogen die Beamten ihre Schusswaffen und dirigierten den Mann zu Boden, wo er gefesselt wurde. Danach wurde der Sachverhalt aufgeklärt und der 27-Jährige wurde wegen einer Bedrohung und einer Sachbeschädigung angezeigt. Da er bei der Sachverhaltsaufklärung angab, dass er vom 23-Jährigen mit einem Tierabwehrspray zuvor besprüht wurde, wurde der 23-Jährige wegen einer gefährlichen Körperverletzung angezeigt. Das Tierabwehrspray konnte vor Ort aufgefunden und sichergestellt werden.

Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt und nach der Anzeigenbearbeitung wurden alle Personen wieder entlassen.

Auch bei den Protesten gegen die IAA war die Münchner Polizei am Wochenende im Einsatz. Dabei mussten die Beamten zweitweise zu Pfefferspray und Schlagstöcken greifen.

Quellen: Polizei München/kf

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