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Betrug durch falsche Polizeibeamte am Telefon - Täter erhaschen große Geldsumme in München

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In zwei verschiedenen Fällen wurden ältere Personen in München von falschen Polizeibeamten über das Telefon zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen genötigt.
In zwei verschiedenen Fällen wurden ältere Personen in München von falschen Polizeibeamten über das Telefon zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen genötigt. (Symbolbild) © dpa/Robert Michael

Gleich in zwei verschiedenen Fällen konnten Täter sich als falsche Polizeibeamte am Telefon ausgeben und von älteren Personen Geld erhaschen. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche.

In München wurden ältere Personen von falschen Polizeibeamten am Telefon zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen genötigt. Die Polizei sucht derzeit nach den Tätern.

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Betrug durch falsche Polizeibeamte: Über 70-Jähriger in Unterföhring geprellt

Ein über 70-jähriger Mann wurde am Montag, 18. Juli, per Telefon von einem falschen Polizisten angerufen. Man hätte seinen Namen auf einer Liste bei einem kürzlich festgenommenen Kriminellen gefunden und befürchte, dass das Vermögen des älteren Herrn nun gefährdet sei.

Der Betrüger veranlasste den Mann dazu, mehrere Tausend Euro von seinem Konto abzuheben und an seiner Haustüre abzugeben. Der Komplize, der das Geld abholte, war schon lange geflohen, als der Mann misstrauisch wurde und die Polizei verständigte.

Die Ermittlungen übernimmt die AG Phänomene.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

Männlich, ca. 175 cm groß, schlank, west- bzw. nordeuropäisches Erscheinungsbild, sprach Hochdeutsch, kurze Haare

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Föhringer Allee in Unterföhring Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Betrug durch falsche Polizeibeamte: Über 80-Jährige gibt Bargeld und Wertgegenstände aus

Am Freitag, 15. Juli, gegen 10:00 Uhr, wurde eine über 80-jährige Frau in Solln ebenfalls von einem unbekannten falschen Polizeibeamten angerufen. Auch hier gab der Anrufer der Frau zu verstehen, dass ihre Personalien bei einem festgenommenen Verbrecher gefunden wurden und deshalb ihr Vermögen in Gefahr sei.

Die ältere Frau gab daraufhin mehrere tausend Euro Bargeld sowie Wertgegenstände an ihrer Haustüre an einen unbekannten Abholer ab. Im späteren Verlauf des Tages wurde sie misstrauisch und informierte die Polizei.

Auch hier ermittelt die AG Phänomene.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

Männlich, ca. 175 cm groß, ca. 30 Jahre alt, sprach Hochdeutsch, kurze braune Haare; bekleidet mit hellem Hemd und blauer Jeans

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Emil-Dittler-Straße/Lommelstraße/Becker-Gundahl-Straße/Sollner Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können. Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.

Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug durch falsche Polizeibeamte:

Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!

Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Polizei München/kw

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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