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Betrug am Telefon mit Schockanruf-Masche ‒ Polizei München zeigt häufige Vorwände und gibt Tipps zur Prävention

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Von: Jonas Hönle

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Ein Telefonhörer ist vor einem Plakat der Polizei mit der Aufschrift «Achtung: Hier spricht NICHT die Polizei» zu sehen.
Polizei zeit die Vorwände der Callcenter-Betrüger und gibt Tipps zur Prävention vor der Schockanruf-Masche. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Häufig werden ältere Menschen von Callcenter-Betrügern mit der Schockanruf-Masche um Geld und Wertgegenstände gebracht. Die Polizei München klärt auf...

München ‒ Es ist ein schamloser Betrug: Täter rufen bei der Schockanruf-Masche ihre Opfer am Telefon an und schildern Horrorgeschichten. Oft geht es dabei um angebliche Einbrüche oder dass ein Familienmitglied bei einem Unfall eine Person getötet hat.

Laut Polizei machen die Täter allein in München mit der Schockanruf-Masche einen Gewinn von mehreren Millionen Euro.

Die AG Phänomene ermittelt nach einer Welle von Schockanrufen bei Seniorinnen. Bei dem organisierten Callcenter-Betrug fordern die Täter viel Geld.

Polizei München: Bei Betrug am Telefon mit Schockanruf-Masche - Häufige Vorwände und Tipps zur Prävention

Vor allem ältere, alleinstehende Menschen werden so oft um ihr Erspartes gebracht. Sie werden von den Betrügern so unter Druck gesetzt, bis sie Geld, Schmuck und Wertgegenstände an völlig fremden Personen übergeben. Eine Bäcker-Tüte soll Senioren über die Masche aufklären.

Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei den Angerufenen die polizeiliche Notrufnummer 110 oder eine andere (echte) örtliche Telefonnummer auf dem Telefondisplay anzeigt.

Die Nummer auf dem Telefondisplay liefert lediglich einen Anhaltspunkt, wer der Anrufer sein könnte. Sie ist keineswegs eine sichere Identifikationsmöglichkeit.

Polizei München

Callcenter-Betrüger verlangen unter Vorwänden Geld und Wertgegenstände

Oft verwenden die Betrüger einen der folgenden Vorwände:

Häufig ältere Menschen als Opfer - Betrüger-Bande in Keiler, Abholer und Logistiker aufgeteilt

Die Betrüger sind oft in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die sogenannten Keiler rufen von Callcentern im Ausland bei den Opfern an. Dabei geben sie sich oft als Polizisten aus und fordern unter verschiedenen Vorwänden Wertgegenstände und Geld.

Zudem kündigen sie die Abholer an. Diese nehmen die Beute bei den Angerufenen entgegen und müssen daher in den meisten Fällen persönlichen Kontakt mit ihnen aufnehmen.

Die Logistiker der Bande organisieren die Abholungen der Beute mit den Callcentern und koordinieren die Abholer vor Ort.

Bei einem Anruf gab sich ein Betrüger als Polizist aus und schilderte einer 75-jährigen Münchnerin eine schlimme Situation. Doch die erkennt die Masche und lockte die Täter in eine Falle.

Tipps der Polizei München zur Prävention bei Schockanruf-Masche am Telefon

Da die erfundenen Geschichten und Strategien der Betrüger besonders vielfältig sind, ist laut Polizei München ein gesundes Misstrauen die beste Prävention - vor allem wenn es am Telefon um sensible Daten oder persönliche Date geht.

Die Polizei informiert auf ihrer Website detailliert über die Betrugsmaschen und zeigt auch ein Video sowie einen Mitschnitt eines Schockanrufs.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

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