„Bayern mobil - Sicher ans Ziel“

Mutter rast mit 70 km/h durch 30-Zone vor Schule: Polizei München zieht Bilanz ‒ So lief der Blitzermarathon

Polizisten blitzen beim „Blitzmarathon“ in der Nähe einer Schule im Berufsverkehr.
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Polizisten blitzen beim „Blitzmarathon“ in der Nähe einer Schule im Berufsverkehr.

Eine Mutter rast vor einer Schule, andere fahren unter Drogen. Auch eine Radfahrerin wurde beim Blitzermarathon kontrolliert. Die Polizei München zieht Bilanz...

Update: 22. April 2021

Blitzermarathon in München und im Landkreis - Die Polizei zieht Bilanz

Von Mittwoch, 21.04.2021, 06:00 Uhr, bis Donnerstag, 22.04.2021, 06:00 Uhr, beteiligte sich die Münchner Polizei an dem bayernweiten “24-Stunden-Blitzmarathon“. Während der Aktion wurden an 82 Kontrollstellen insgesamt 755 Geschwindigkeitsverstöße beanstandet.

Bereits am zu Beginn des Blitzermarathons, in den Morgenstunden des Mittwochs, 21.04.2021, durchfuhr eine 32-Jährige Fahrerin eine der angekündigten Messstellen, vor einer Schule in Unterföhring, mit 71 km/h statt der erlaubten 30 km/h. Als Grund für ihre Überschreitung gab die Pkw-Fahrerin an, ihr Kind in den Kindergarten zu bringen. Die Frau erwartet ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, zwei Punkte sowie 1 Monat Fahrverbot

Zur Mittagszeit fand an einer Kontrollstelle auf der Wasserburger Straße in Haar ein Pressetermin statt. In diesem Zeitraum wurde an der Kontrollstelle ein 63-jähriger Fahrer eines Porsches festgestellt, der die Messstelle mit 115 km/h statt der erlaubten 60 km/h passierte. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Punkte sowie zwei Monate Fahrverbot. Der 63-Jährige war im Bereich des Polizeipräsidiums München an diesem Tag der Fahrer mit der größten Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit.

Nicht nur Geschwindigkeitskontrollen beim Blitzermarathon - Polizei stoppt betrunkene Radfahrerin

Neben den Geschwindigkeitsverstößen wurden mehr als 100 andere Verkehrsverstöße, u.a. die verbotene Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt oder das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, geahndet.

Bei zwei Fahrzeugführern konnte der Einfluss von Drogen während der Teilnahme am Straßenverkehr festgestellt werden. Diese erwartet ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte sowie 1 Monat Fahrverbot.

Gegen 19:45 Uhr, führten Polizeibeamte im Bereich Memminger Platz/Untermenzinger Straße Kontrollen für den Blitzermarathon durch. Den Beamten fiel eine Fahrradfahrerin, aufgrund ihrer stark schwankenden und unkoordinierten Fahrweise, auf.

Folglich wurde die 32-Jährige aus München einer Kontrolle unterzogen. Hierbei wurde eine starke Alkoholisierung festgestellt.

Gegen die Radfahrerin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr infolge Alkohol eingeleitet. Während der Fahrt zur Blutentnahme versuchte die Tatverdächtige aus dem Dienstfahrzeug zu flüchten, dies konnte jedoch unterbunden werden.

Die Münchnerin zeigte sich weiterhin äußerst unkooperativ und musste gefesselt werden. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde die 32- Jährige entlassen.

Hinweis der Polizei München

Die Polizei München weist darauf hin, dass auch nach dem Blitzmarathon weiterhin die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit konsequent überwacht wird. Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen bei tödlichen Verkehrsunfällen.

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Update: 21. April 2021

Blitzermarathon in Bayern - Polizei-Kontrollen zu überhöhter Geschwindigkeit

Mit Geschwindigkeitskontrollen an 2100 möglichen Messstellen will die Polizei von Mittwochmorgen an für 24 Stunden Raser in Bayern ausbremsen.

„Zu schnelles Fahren ist kein Kavaliersdelikt, sondern die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Vorfeld des achten bayerischen Blitzermarathons. Knapp ein Drittel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen gehe darauf zurück.

Im vergangenen Jahr starben laut Herrmann 147 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen. Das waren trotz des pandemiebedingt geringeren Verkehrsaufkommens mehr Unfalltote als im Vorjahr mit 141. „Mit unserem Blitzmarathon wollen wir alle Verkehrsteilnehmer wachrütteln, sich unbedingt an die Tempolimits zu halten.“

Im vergangenen Jahr war der Blitzermarathon coronabedingt ausgefallen. Nicht zuletzt angesichts der gestiegenen Unfallzahlen habe man sich entschlossen, den Marathon dieses Jahr trotz Corona durchzuführen, ergänzte Ministeriumssprecher Michael Siefener. Gerade die freien Straßen verleiteten womöglich dazu, aufs Gas zu gehen. „Möglicherweise animiert der geringere Verkehr den einen oder anderen, schneller zu fahren als er dürfte.“

Ein Schwerpunkt der Aktion sollen laut Innenministerium die Landstraßen sein. Rund 1800 Polizisten sowie etwa 50 Bedienstete von Gemeinden und Zweckverbänden der kommunalen Verkehrsüberwachung werden bayernweit im Einsatz sein.

Herrmann trat gelegentlich geäußerten Mutmaßungen aus der Bevölkerung entgegen, man wolle mit derartigen Aktionen abkassieren. „Uns geht es nicht darum, möglichst viele Verwarnungen auszusprechen oder Bußgeldbescheide zu verschicken.“

Die Messpunkte sind vom Innenministerium vorher auf der Website veröffentlich. Wo die Polizei in München und im Landkreis kontrolliert

Die Polizisten werden - wo immer möglich - Raser gleich anhalten und kontrollieren. Dabei schauen die Beamten beispielsweise auch auf möglichen Alkohol- und Drogenkonsum.

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Blitzermarathon: Polizei-Kontrollen in München und im Landkreis

Erstmeldung: 19. April 2021

Die Polizei in Bayern führt von Mittwoch, den 21. April ab 06:00 Uhr bis Donnerstag, den 22. April um 06:00 Uhr, einen 24-Stunden Blitzermarathon durch.

Auch das Polizeipräsidium München beteiligt sich an dieser vom Bayerischen Innenministerium initiierten Maßnahme im Stadtgebiet München sowie dem Landkreis München mit mehreren Kontrollstellen.

Innerhalb von 24 Stunden werden, neben den regulären Streifenpolizisten, etwa 100 weitere Beamte Geschwindigkeitsmessungen und -kontrollen durchführen.

24-Stunden-Blitzermarathon in München und im Landkreis - Polizei-Kontrollen zur Geschwindigkeit

Um ein Umdenken anzustoßen, will die Polizei München im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 “Bayern mobil-Sicher ans Ziel“, neben dem konsequenten Verfolgen der festgestellten Verstöße, die kontrollierten Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren und mitunter schweren Folgen von überhöhter Geschwindigkeit hinweisen.

Zu schnelles Fahren sei immer noch eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Ziel der Geschwindigkeitskontrollen soll es daher sein, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Polizeipräsidium München/dpa/jh

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