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Verkehr, Klima und ein Herz für Bäume in München-Ost

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Von: Katrin Hildebrand

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Zustimmung in Bogenhausen: Die U4 soll in einigen Jahren nicht mehr am Arabellapark, sondern in Englschalking enden.
Zustimmung in Bogenhausen: Die U4 soll in einigen Jahren nicht mehr am Arabellapark, sondern in Englschalking enden. © Michael Westermann

In Bogenhausen und Obergiesing-Fasangarten sind jetzt die Bürger zu Wort gekommen: Anliegen waren vor allem die Öffentlichen, Natur- und Klimaschutz

München-Ost - Nicht nur Straßen, Ampeln und Parkplätze treiben den Nord- und Südosten um. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind ein wichtiges Thema. Bei den Bürgerversammlungen in Obergiesing-Fasangarten und Bogenhausen haben sich die Menschen zudem für Klimaschutz und Bäume eingesetzt.

Bogenhausen: vor allem in der Nacht fahren Tram und Busse im Viertel zu wenig

Im 13. Bezirk sorgte die Corona-bedingte MVG-Schlappe für Unmut: In drei Anträgen bemängelte ein Anwohner den nächtlichen 20-Minuten-Takt der Tram in Richtung und von St. Emmeram sowie das frühe Ende einzelner Buslinien im Viertel. Alle drei stießen bei den Bogenhausener Bürgern auf Zustimmung.

MVG muss enttäuschen: Corona führt zu Einbruch der Nachfrage

Die MVG konnte allerdings keine Hoffnung auf schnelle Besserung machen, die Haushaltslage sei durch den Nachfrageeinbruch in der Pandemie angespannt. Zudem sei es ein stadtweites Problem. Dass die Bürger im Viertel dennoch in Zukunft mehr öffentlich fahren möchten, beweist die große Zustimmung zur geplanten Verlängerung der U-Bahn-Linie 4 vom Arabellapark nach Englschalking. Diese wurde in einem Antrag gefordert, ist aber ohnehin bereits Thema in den Plänen zur SEM Nordost.

Wichtig sind den Bogenhausern auch die Bäume am Maria-Nindl-Platz. Bald soll dort das lang ersehnte Kulturbürgerhaus des Bezirks entstehen. Die Bürgerversammlung entschied auf Basis mehrerer Anträge, mindestens einen der Bäume zu erhalten. Insgesamt waren 121 Bürger gekommen.

Kritik an Vermüllung in Obergiesing: unter anderem Siedlung am Perlacher Forst betroffen

Umwelt- und klimabewusst zeigten sich auch die Obergiesinger, die nicht ganz so zahlreich erschienen waren. Viele von ihnen wiesen in Anträgen und Anfragen auf die Vermüllung einzelner Orte und Grünflächen hin – betroffen ist unter anderem die Siedlung am Perlacher Forst.

Außerdem votierten die Bürger für Baumschutz, den Bau von Photovoltaikanlagen auf jedem zweiten Hausdach sowie den Erhalt der wichtigen Frischluftschneise durchs Hachinger Tal. Dort soll ein Gewerbegebiet entstehen, das die Frischluftzufuhr nach München mindern und das Stadtklima somit deutlich verschlechtern würde.

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