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München übernimmt Bürgerbegehren zum Erhalt der Grünflächen ‒ Initiatoren mahnen zur Wachsamkeit

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Von: Jonas Hönle

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Flächenverbrauch in München
Das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ wurde von der Stadt München übernommen. (Symbolbild) © Katharina Redanz/dpa

Das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ will der Versiegelung in München entgegentreten und Erholungsorte für Menschen erhalten.

Update: 01. Februar

München übernimmt Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“

München ‒ Das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ wurde am mehrheitlich vom Münchner Stadtrat übernommen.

Bei aller Freude über die Entscheidung, mahnen die Initiatoren zur Wachsamkeit. Jahrelang habe man das Gespräch mit den Regierungsfraktionen gesucht, heißt es in einer Mitteilung der Initiative.

„Stattdessen wurden die Forderungen des Bürgerbegehrens von Grün, Rot und Schwarz über Jahre ignoriert und viele Flächen in München versiegelt und bebaut“, sagt Stefan Hofmeir, Sprecher des Bürgerbegehrens. „Wir werden der Stadt bei der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen daher nun sehr genau auf die Finger schauen.“

Bürgerbegehren in München: Für den Erhalt der Grünflächen und gegen Auswirkungen der Versiegelung

Das Bürgerbegehren setzt sich für den Erhalt der Grünflächen für die in München lebenden Menschen ein. Sie sollen der Erholung dienen und für Sport und Freizeit zur Verfügung stehen.

Da die Landeshauptstadt zudem eine der meistversiegelten Städte in Deutschland sei, würden der Klimawandel und die Luftverschmutzung das Stadtlima immer weiter verschlechtern. Daher sollen Frischluftschneisen und Grünflächen erhalten bleiben und mit dem Bevölkerungsanstieg unbedingt auch wachsen.

„Wir fordern ein, dass die Stadt tatsächlich auch spürbar grüner wird. Falls die Stadt weiter auf den Wachstumskurs setzt, der diese Stadt zerstört und immer weniger lebenswert macht, werden wir ein weiteres Bürgerbegehren starten“ erklärt Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender ÖDP/München-Liste und ebenfalls Sprecher für das Bürgerbegehren.

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Bürgerentscheid zum Erhalt der Grünflächen in München rückt näher ‒ Initiative reicht 60.000 Unterschriften ein

Erstmeldung: 10. Januar

München ‒ Das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ in München hat 60.000 Unterschriften gesammelt. Damit rückt ein möglicher Bürgerentscheid zum Erhalt von Grünflächen in der Stadt näher.

Die Unterschriften wurden am Montag dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) übergeben, teilte die unter anderem von der ÖDP und Parents4Future vorangetriebene und den Angaben zufolge von zahlreichen Organisationen wie dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz (BN) gestützte Initiative mit.

Die Unterschriften würden nun auf ihre Gültigkeit hin geprüft. Damit es zum angestrebten Bürgerentscheid kommen könne, würden knapp 34 000 gültige Unterschriften benötigt - dies entspricht drei Prozent der Münchner Wahlberechtigten.

Initiative sammelt 60.000 Unterschriften für Grünflächen-Erhaltung in München - Bürgerentscheid rückt näher

„Die Resonanz und der Rückhalt in der Stadtbevölkerung ist enorm. Der Erhalt unserer wertvollen Grünflächen ist zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern eine Herzensangelegenheit“, so Tobias Ruff, ÖDP-Stadtrat und einer der beiden Sprecher des Bürgerbegehrens. „Die Menschen wissen, wie entscheidend das urbane Grün für Mikroklima und Artenvielfalt, für Naherholung und Lebensqualität in der Stadt ist.“

Ziel sei es, die in der Stadt bestehenden Grünflächen zu erhalten und vor einer Umwidmung in Bauland zu bewahren. München sei die am stärksten versiegelte deutsche Großstadt.

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