Neuhausen

Bürgerinitiative legt Konzept für die Landshuter Allee vor: Versammlung stimmt Sofortmaßnahmen zu

Marita Firnkes-Müller und Christian Müller
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Marita Firnkes-Müller und Christian Müller haben sich überlegt, wie an der Landshuter Allee schnell und effektiv für Lärmschutz gesorgt werden kann.

Neuhauser Bürger fordern mehr Lärm- und Emissionsschutz an der Landshuter Allee. Eine Neuhauserin legte jetzt ein Konzept für die Umgestaltung vor.

  • Neuhauser Bürger fordern Schutz gegen Lärm und Staub an der Landshuter Allee.
  • Eine Neuhauserin hat gemeinsam mit ihrem Mann ein Gestaltungskonzept vorgelegt.
  • Die Bürgerversammlung stimmte dem Antragspaket zu.

Das Thema Tunnel für die Landshuter Allee ist für Marita Firnkes-Müller von der „Initiative für Neuhausen“ inzwischen geklärt und erledigt. Die Forderung nach Lärm- und Emissionsschutz für die Anwohner dagegen bei Weitem nicht. Deshalb hat die Neuhauserin namens der Bürgerinitiative (BI) in der jüngsten Bürgerversammlung ein alternatives Konzept mit zahlreichen konkreten Vorschlägen vorgestellt: von baulichen Sofortmaßnahmen wie durchsichtige Überdachungen an den Enden des bestehenden Tunnels bis hin zur Umgestaltung der Kreuzung Landshuter Allee/Leonrodstraße. Die Mehrheit der Versammlungsteilnehmer fand’s gut und stimmte dem Antragspaket zu.

„Im Zentrum stehen die Anwohner“, sagt Marita Firnkes-Müller. Und die könnten und wollten nicht nochmal jahrelang warten, bis etwas passiere. „Drei Punkte sind wichtig: Kosten, Bauzeit und Nutzen. Wir brauchen minimalinvasive, effiziente Lösungen mit möglichst geringem Aufwand. Denn je einfacher, desto schneller geht’s“, fasst sie zusammen.

Zusammen mit ihrem Mann, dem Architekten Christian Müller, hat sie bereits Vorarbeit geleistet und mögliche Vergleichsprojekte in München ausgemacht: Überdachte Tunnelportale gibt es zum Beispiel am Petueltunnel. Als weitere Sofortmaßnahmen werden niedrige Glaswände vor den Häusern wie an der Effnerstraße und, wo möglich, vorgehängte doppelte Fassaden aus Glas wie am Leuchtenbergring beantragt.

Umbau an der Landshuter Allee: mehr Grünflächen und Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger gefordert

Parallel dazu soll die Stadt mit der Planung einiger etwas umfangreicherer Maßnahmen beginnen: „Wozu brauchen wir an der Landshuter Allee jeweils mehrere Begleit- und Abbiegespuren?“, fragt Firnkes-Müller und fordert, dass diese Spuren zugunsten von mehr Grünfläche auf je eine Spur pro Fahrtrichtung reduziert werden.

Zudem sollen die Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden, beispielsweise durch eine Verbreiterung der vorhandenen Brücke auf Höhe des FT Gern-Geländes und die Umgestaltung der Kreuzungen mit der Leonrodstraße und der Nymphenburger Straße. Das Ganze soll von einem Verkehrs- und Mobilitäts-Gesamtkonzept für den Bereich Rotkreuzplatz und Landshuter Allee flankiert werden. „Man kann diese Bereiche nicht separat betrachten“, so die Sprecherin der „Initiative für Neuhausen“. Und viel Zeit bleibt ihrer Meinung nach auch nicht. „Bald kommt auch noch der Verkehr vom Justizzentrum und vom Kreativquartier auf die Landshuter Allee zu.“

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