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Nach zwei Jahren Corona-Pause: Das waren die Themen der Bürgerversammlungen in München-Süd

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Von: Theresa Reich

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Nicht nur ein Acker, sondern eine schützenswerte Grünfläche, so sehen es viele Bürger des 19. Bezirks. © tr

Im Münchner Süden wollen die Bürger die letzten freien Grundstücke schützen. Die Themen der Bürgerversammlungen von Sendling und des 19. Bezirks

Fürstenried - Etwa 40 Anträge und Anfragen haben die Bürger bei der diesjährigen Bürgerversammlung – mit 178 Anwesenden – eingereicht. Die Bewohner des Stadtbezirks Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln legten den Fokus auf den Ausbau von Radwegen und Buslinien.

Auch die Verschönerung des Viertels mit Pflanzenkübeln war Thema. Gleich zweimal wurde der Wunsch nach einem Bücherschrank geäußert. Drei Anträge forderten die Rettung des Sollner Kinos und zwei Bürger wollten, dass vom Sugar Mountain, einem Kulturprojekt in Obersendling, keine Musik mehr abseits des Geländes zu hören ist.

Themen der Bürgerversammlung im Münchner Süden: Forderungen nach Parkraummanagement und mehr Verkehrskontrollen

Günter Fieger-Kritter forderte den Stopp der „maßlosen Nachverdichtung in Fürstenried-West“ und erhielt dafür eine knappe Mehrheit. „Kleinste Grundstücke werden überbaut und große Flächen versiegelt“, missbilligte der Fürstenrieder. Ein ähnliches Anliegen legte die „Initiative Dorfkernensemble Forstenried“ vor.

Themen der Bürgerversammlung Sendling

Über 300 Bürger besuchten die Versammlung in Sendling. Das dominierende Thema war der Verkehr. „Wohnmobile, die angewachsen sind“, Lkw in Wohngebieten, die dort Parkplätze und Kreuzungenblockieren – gleich mehrere Sendlinger forderten in der Versammlung ein Parkraummanagement und schärfere Kontrollen für die Thalkirchner-, Oberländer-, Tölzer-, und Lindenschmit-straße. So sollen Falsch- und Dauerparker (Hallo berichtete) häufiger gemaßregelt und Anwohner bei der Parkplatzsuche schneller fündig werden.
Weitere Bürgeranträge – die beschlossen wurden und mit dem sich der Bezirksausschuss Sendling künftig befassen wird – forderten stärkere Tempokontrollen gegen Raser am Harras sowie an der Plinganser-und Implerstraße. Außerdem prüft der BA bereits, ob eine gewünschte Verkehrsberuhigung rund um den Gotzinger Platz umsetzbar ist.

Sie fordert von der Stadt München, die restlichen Grünflächen in Solln und Forstenried zu schützen. So sollen beispielsweise der Siemenspark und das Acker-Grundstück zwischen der Herterichstraße und der Stäblistraße unbebaut bleiben, um das Stadtklima zu verbessern. Die Versammlung stimmte dem Antrag mehrheitlich zu. Die gewünschte Taktverdichtung der Buslinie 132, die Forstenried mit dem Stadtzentrum verbindet, kann aus Kostengründen nicht umgesetzt werden, wie MVG-Sprecher Ulf Ball erklärte.

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