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Anwohner-Ärger bei der Bürgerversammlung Schwabing: Autoposer in der Leopoldstraße unerwünscht

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Von: Kassandra Fischer

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Die Leopoldstraße bei Nacht: Immer wieder sind auch Raser und Autoposer auf der Strecke unterwegs – zum Leidwesen der Anwohner. (Symbolfoto)
Immer wieder sind auch Raser und Autoposer auf der Prachtmeile unterwegs – zum Leidwesen der Anwohner. (Symbolfoto) © dpa/Felix Hörhager

Raser sind an der Leopoldstraße für die Anwohner bei Tag und Nacht ein Störfaktor – was die Anwohner heuer im Stadtbezirk noch beschäftigt...

Schwabing - Autoposer sind unerwünscht im Bezirk – darin waren sich die Schwabinger bei ihrer diesjährigen Bürgerversammlung einig. Gleich mehrere der knapp 25 gestellten Anträge und Anfragen befassten sich mit dem Ärgernis an der Leopoldstraße.

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Ärger wegen Autoposern: Das beschäftigte die Anwohner bei der Bürgerversammlung in Schwabing

Zur Verbesserung forderte die Versammlung stationäre Blitzer sowie eine temporäre oder dauerhafte 30er-Zone entlang der beliebten Raser-Strecke. Gar nicht so unrealistisch: Eine Vertreterin des Mobilitätsreferats (MOR) verriet: „Wir prüfen derzeit bereits, ob aus Lärmschutzgründen Tempo 30 an der Leopoldstraße angeordnet werden muss.“

Einem Antragssteller waren speziell die Poser und Hochzeitskorsos am Siegestor ein Dorn im Auge. Er drängte auf ein entsprechendes Befahrverbot. Hierzu erklärte ein anwesender Polizist, dass es ohnehin schon verboten sei, auf die Fläche raufzufahren. „Eine zusätzliche, bauliche Möglichkeit wären Poller“, überlegte er, gab jedoch auch zu bedenken: „Aber ob es das schöner macht?“

Eine radikalere Forderung war, dass ab 22 Uhr zwischen Münchner Freiheit und Siegestor nur noch Bus, Taxi, Rettungsdienste und reine Elektrofahrzeuge fahren dürfen. Das ging der Mehrheit der anwesenden Bewohner jedoch zu weit, sie stimmten dagegen. Zuvor hatte sich auch die Vertreterin des MOR kritisch dazu geäußert. „Der Verkehr würde dann einfach in die Nebenstraßen ausweichen“, warnte sie.

Forderungen, die bei der Versammlung außerdem gestellt worden sind, waren unter anderem ein barrierefreier Umbau der Bus- und Trambahnstation Domagkpark, Baumpflanzungen entlang der Siegesstraße, ein Dauer-Grün für Fußgänger und Radfahrer an der Anni-Albers-Straße sowie mehr Baumpflege im Schwabinger Ausgehviertel.

Polizeibericht

Zufrieden zeigte sich die Polizei mit Blick auf das Jahr 2021: Insgesamt ereigneten sich 3249 Straftaten im Bezirk – 412 weniger als 2020. Dominiert haben Diebstähle und Betrugsdelikte. Einbrüche gab es – auch coronabedingt – weniger. Man gehe aber davon aus, dass die Zahlen heuer wieder ansteigen. Verkehrsunfälle gab es 2021 2314 Stück (Vorjahr: 2630), null davon endeten tödlich. 

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