Dahoam statt Manege

Leere Ränge bei der Bürgerversammlung wegen Pilotversuch?

Nur 80 Bürger waren dieses Mal bei der Bürgerversammlung der Schwanthaler Höhe anwesend.
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Nur 80 Bürger waren dieses Mal bei der Bürgerversammlung der Schwanthaler Höhe anwesend.

Bei der Bürgerversammlung in der Schwanthalerhöhe waren diese Jahr besonders wenig Bürger zu Gast. Die Vermutung für den Grund dafür liegt bei einer Neuerung: Zum ersten Mal wurde die Veranstaltung im Internet übertragen.

  • Bürgerversammlung Schwanthalerhöhe vor leeren Rängen
  • Erstes Mal mit Live Stream
  • Welche Themen besprochen wurden

Gerade einmal 90 Minuten dauerte die Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Schwanthalerhöhe, die Corona-bedingt vom Wirtshaus in die Manege des Circus Krone ausgelagert wurde. 80 Bürger – städtische Mitarbeiter und BA-Mitglieder eingerechnet – waren anwesend, zehn Anträge und zwei Anfragen wurden gestellt. Zum Vergleich: Bei der letzten Versammlung 2019 am Bavariapark waren mehr als 200 Viertelbewohner vor Ort, die 35 Anträge und Anfragen vorgebracht hatten. Ob der Grund für die mäßige Präsenz ein Pilotversuch war?

Erstmals konnten nämlich Interessierte die Versammlung per Live-Stream verfolgen. Laut Kristina Tschöpp vom Direktorium der Stadt hätten im Schnitt 60 Teilnehmer den Stream durchgehend verfolgt, insgesamt hätten 151 Personen teilgenommen. „Die technische Umsetzung hat sehr gut funktioniert und es kam zu keinerlei Schwierigkeiten während der Übertragung.“, so Tschöpp.

Bürgerversammlung vor leeren Rängen: Ist der Live-Stream schuld?

Auch das Abstimmungs-Prozedere wurde geändert: Gleich im Anschluss an den jeweiligen Wortbeitrag wurden die Karten in die Luft gereckt. Normalerweise wird über die Anträge erst abgestimmt, wenn alle vorgetragen wurden und gegebenenfalls Referatsvertreter und Polizei zu den Themen Stellung genommen haben.

Angenommen wurden heuer Anträge für eine Querung über die Ganghofer- auf Höhe der Anglerstraße und für Tempo 30 im Karree um die Schießstätt- sowie in der Ganghoferstraße. Auch den Forderungen nach Aufforstung in der Landsberger- und Trappentreustraße, nach einem „Fahrrad-Highway“ ab der Ganghoferstraße zur Isar entlang der Gleise und nach einer Ampelschaltung zugunsten von Fußgängern in der Landsberger Straße wurde zugestimmt.

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