Bald für Bürger zugänglich?

Klimapark in Pasinger Klostergarten: Bund Naturschutz öffnet Teile der Grünanlage rund um die Würminsel

Der ehemaligen Klostergarten umfasst unter anderen eine Streuobstwiese. Der Bund Naturschutz will dort nun seinen Klimapark anlegen.
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Der ehemaligen Klostergarten umfasst unter anderem eine Streuobstwiese. Der Bund Naturschutz will dort nun seinen Klimapark anlegen.

Nachdem sich der Bund Naturschutz von dem Klimapark-Projekt in Neuaubing abgewendet hat, will er nun Flächen eines Klostergartens in Pasing für Bürger öffnen.

Pasing - Der Bund Naturschutz (BN) wird Teile des Klostergartens zwischen Planegger Straße und Würm in Pasing für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Verein hat das Areal von den Schwestern von Congregatio Jesu gekauft und will dort seinen Magdalenenpark anlegen.

Eigentlich wollte der Bund Naturschutz mit dem Geld, das aus einer Erbschaft stammt, den Grünzug L an der Radolfzeller Straße in Neuaubing von der Stadt kaufen und dort einen Klimapark realisieren . Allerdings zogen sich die Verhandlungen hin. Als sich dann die Chance auf eine alternative Fläche ergab, schlug der BN zu.

Die Schwestern konnten den Park nicht mehr so unterhalten, wie es notwendig gewesen wäre. „Daher freuen wir uns sehr, mit dem Bund Naturschutz einen Partner gefunden zu haben, der sich mit aller Kraft dafür einsetzen wird, diese grüne Oase zu erhalten“, sagt Provinzialoberin Cosima Kiesner.

Zur Anlage gehören ein großer Blumen- und Gemüsegarten, eine Streuobstwiese, der Wald mit der Würminsel, eine Mariensäule sowie ein alter Gewölbekeller. „In Neuaubing hätten wir ein Gelände gehabt, das wir naturschutzfachlich erst in eine positive Richtung hätten entwickeln müssen.

Der ehemaligen Klostergarten umfasst auch eine Mariensäule.

BUND Naturschutz steigt bei Klimapark-Projekt in Neuaubing aus - Stadt München plant Umsetzung alleine

In Pasing haben wir bereits einen wertvollen Bestand mit mehr als 100 Bäumen, den wir so belassen können“, sagt Peter Heller, der sich für den BN um das Projekt kümmert.

So gebe es dort beispielsweise mit den Streuobstwiesen oder dem Wald bereits verschiedene Areale, in denen Spaziergänger die Auswirkungen der Vegetation auf die Umgebungstemperatur erleben könnten. In Aubing hätte man diese erst neu anlegen müssen.

Derzeit ist das Gebiet noch komplett umzäunt. Einige Bereiche sollen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt auch weiterhin abgesperrt sein, aber einen Teil des Areals will der BN für die Bürger öffnen.

„Es wird für die Bevölkerung ein Mehrwert sein“, verspricht Heller. Genaueres kann er noch nicht sagen. „Wir müssen in den kommenden Monaten ein Konzept erarbeiten.“ Wann dies abgeschlossen sein wird, sei schwer zu sagen, aber nächstes Jahr soll es bereits spezielle Führungen durch die Grünanlage geben.

Peter Heller ist für das Projekt des BN verantwortlich.

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