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Festnahme am Hauptbahnhof München eskaliert ‒ Aggressiver Ladendieb tritt und bespuckt Polizeibeamte

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Von: Kristina Beck

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Handschellen liegen auf einem Tisch.
Die Bundespolizei musste am Münchner Hauptbahnhof einen aggressiven Ladendieb fixieren. © Bundespolizei

Ein Ladendetektiv und Polizeibeamte müssen bei der Festnahme eines aggressiven Ladendiebs am Hauptbahnhof München zu härteren Maßnahmen wie einer Spuckhaube greifen.

Am Mittwochabend verletzte ein aggressiver Ladendieb im Hauptbahnhof einen Ladendetektiv sowie Beamte, die ihn festnahmen.

Beamte der Bundespolizei wurden gegen 17:30 Uhr wegen eines Ladendiebes zu einem Einkaufsladen im Zwischengeschosses des Münchner Hauptbahnhofes gerufen. Ein Ladendetektiv hatte laut Bericht der Bundespolizei einen 22-jährigen Mann dabei ertappt, wie er sieben Flaschen Bier und zwei Dosen eines Energydrinks mitnahm und das Geschäft verließ, ohne zu bezahlen. 

Festnahme gerät außer Kontrolle: Polizei muss Ladendieb am Hauptbahnhof München fixieren

„Als die Beamten eintrafen, war der 22-Jährige vom Ladenmitarbeiter überwältigt und zusammen mit einem Kollegen am Boden fixiert worden. Zuvor war der 30-jährige Detektiv körperlich attackiert und ihm zudem mehrfach ins Gesicht gespuckt worden“, berichtet die Polizei.

Der Mann leistete weiterhin erheblichen Widerstand, indem er nach den Einsatzkräften schlug und trat er und versuchte, sie zu bespucken. Dem 22-Jährigen, der in Regen wohnt, wurde deswegen eine Spuckhaube aufgesetzt.

Da sich er sich weiterhin nicht beruhigte, wurde er neben den Händen auch an den Beinen gefesselt und zur Wache am Gleis 26 getragen.

Ladendetektiv erleidet blutende Kopfwunde

Der Ladendetektiv wurde bei den körperlichen Attacken verletzt. Er erlitt nach Angaben der Polizei eine blutende Kopfwunde und klagte über Schmerzen am Kopf. Die eingesetzten Beamten wurden bei dem Widerstand und tätlichem Angriff nicht verletzt, „lediglich eine dienstliche Taschenlampe ging kaputt“, heißt es in dem Bericht.

Die Staatsanwaltschaft München ordnete nach der Blutentnahme die Entlassung des bereits wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallenen Mannes an. Gegen ihn wird wegen tätlichen Angriffs und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung, Beleidigung, Diebstahl und Sachbeschädigung von der Bundespolizei ermittelt.

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