Stadt leuchtet in Regenbogenfarben

So bunt war das Christopher Street Day Wochenende in München

Regenbogenflaggen, -schilder und -Hosenträger: München leuchtete am Christopher Street Day (CSD) Wochenende bunt.
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Regenbogenflaggen, -schilder und -Hosenträger: München leuchtete am Christopher Street Day (CSD) Wochenende bunt.

Am Wochenende wurde in München Christopher Street Day gefeiert. Corona-bedingt zwar ohne Parade, dafür mit dezentralen Veranstaltungen und in Regenbogenfarben.

München - Knapp 5000 Menschen haben am Wochenende in München an Veranstaltungen zum Christopher Street Day für Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten teilgenommen. Corona-bedingt gab es erneut keine Parade, dafür aber viele, dezentrale Aktionen. Im gesamten Stadtgebiet waren Regenbogenfarben und -flaggen zu sehen. Die Veranstalter des CSD zogen ein positives Fazit. Auch die Polizei berichtete von keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Christopher Street Day in München: Tausende Menschen in Regenbogenfarben - Positives Fazit bei Veranstaltern und Polizei

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Wochenende an den Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD) für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten in München beteiligt. Wegen der Corona-Pandemie war auch in diesem Jahr keine traditionelle Parade möglich, stattdessen gab es am Samstag und Sonntag mehrere dezentrale Aktionen im Stadtgebiet. Die Polizei ging von rund 5000 Teilnehmern und Besuchern aus.

Die Veranstalter zogen trotz aller Einschränkungen ein sehr positives Fazit. „Es war ein sehr erfolgreicher, sichtbarer CSD mit vielen Leuten“, sagte ein Sprecher. Man sei auf großes Interesse und Unterstützung gestoßen, die Stimmung sei gut und friedlich gewesen. Es sei wichtig für die Community, wieder auf die Straße zu können und Aufmerksamkeit zu bekommen. Zudem habe man neue Formate erprobt, die man auch künftig beibehalten wolle. Auch die Polizei zog ein positives Fazit. Bis Sonntagnachmittag waren keine negativen Vorfälle im Zusammenhang mit dem CSD bekannt.

Bereits am Samstag hatten es in der Innenstadt eine auf mehr als 60 Einzelstandorte verteilte Hauptveranstaltung gegeben. In der Fußgängerzone mischten sich bei bestem Wetter und heiterer Atmosphäre die üblichen Wochenendeinkäufer mit CSD-Besuchern. Viele Menschen waren etwa mit Regenbogenfahnen oder Corona-Schutzmasken in Regenbogenfarben unterwegs, vereinzelt auch in auffälliger Kleidung oder mit Kleidung aus der Fetisch-Szene. Unter anderem wehten am Samstag auch am Münchner Rathaus Regenbogenfahnen.

Das Münchner Rathaus wurde zum Christopher Street Day erneut mit Regenbogenfahnen geschmückt.

Christopher Street Day in München: Fahrrad-Demo zur Theresienwiese, Allianz Arena in Regenbogenfarben

Am Sonntag beteiligten sich rund 1000 Menschen an einer Fahrrad-Sternfahrt zur Münchner Theresienwiese. Auch hier war die Maximalzahl der Teilnehmer wegen der Corona-Pandemie beschränkt worden.

Bereits in der Nacht zum Sonntag war die Münchner Fußball-Arena, wie die Allianz Arena zur EM hieß, zum CSD in Regenbogenfarben erleuchtet worden - wie bereits in den vergangenen Jahren. Diesmal stand die Aktion aber in besonderem Fokus, nachdem die UEFA während des Europameisterschafts-Spiels Deutschland gegen Ungarn eine von der Stadt gewünschte Regenbogenbeleuchtung untersagt hatte.

Zum Christopher Street Day erstrahlte auch die Allianz Arena am Samstag zwischen 21 und 0 Uhr in Regenbogenfarben.

Bereits im Vorfeld des Christopher Street Days haben mehrere Münchner Lokalgremien eigene Aktionen geplant: Die Bezirksausschüsse Moosach und Bogenhausen forderten die Stadtverwaltung auf, je einen Zebrastreifen in ihrem Stadtbezirk in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Der BA Schwabing-West ging sogar noch einen Schritt weiter und gestaltete in Eigeninitiative den Eingang des Nordbads zu einem Regenbogen um.

Der CSD erinnert an die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen sexuellen Minderheiten. Am 28. Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

dpa/lby/best

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