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OB Reiter sagt Christkindlmarkt wegen Corona in München ab ‒ Auf privaten Weihnachtmärkten gelten scharfe Regeln

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So voll wie vor der Pandemie wird es heuer am Marienplatz nicht – die Stadt will den Markt entzerren.
Der Christkindlmarkt am Marienplatz findet wegen Corona nicht statt. (Symbolbild) © dpa/Haag

OB Reiter sagt den Christkindlmarkt am Marienplatz wegen der dramatischen Corona-Lage in München ab. Für die anderen Weihnachtsmärkte gelten verschärfte Regeln.

Update: 16. November, 13.48 Uhr

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage in München sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den Christkindlmarkt am Marienplatz ab. Nach der Beratung im heutigen Krisenstab sei die Entscheidung zur Absage getroffen worden. Am Montag hatte Reiter die Entscheidung bereits angekündigt.

Der geplante Christkindlmarkt am Marienplatz und den umliegenden Plätzen hätten nicht abgegrenzt werden können. Die Zahl der Gäste und die Einhaltung der 2G-Regel seien nicht zu kontrollieren. Und das in der gerade in der Vorweihnachtszeit sowieso schon stark frequentierten Fußgängerzone. Gleiches gilt für den Winterzauber auf dem Viktualienmarkt.

Christkindlmarkt in München wegen dramatischer Corona-Lage abgesagt ‒ OB Reiter verkündet bittere Entscheidung

Es sei zwar eine bittere Nachricht für die Münchner und die Standlbesitzer, aber die sprunghaft steigende Corona-Inzidenz und die dramatische Lage auf den Intensivstationen ließen keine andere Wahl.

Die Mitarbeiter in den Kliniken würden an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, auch darum sei es nötig größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Am Dienstag kam es in München bereits zu Streiks an den Kliniken.

Die aktuelle Lage habe ich heute auch ausführlich im städtischen Krisenstab diskutiert. Die Gesundheitsbehörde und die Kreisverwaltungsbehörde haben dringend davon abgeraten, den Christkindlmarkt stattfinden zu lassen. Ebenso haben heute Früh die Pandemiebeauftragen aller Münchner Kliniken in einer Konferenz einstimmig vor der Durchführung gewarnt und auf die katastrophale Situation in den Kliniken hingewiesen. 

Dieter Reiter

OB Reiter sieht im Gesundheitsschutz der Menschen und die Unterstützung der Beschäftigten in den Kliniken oberste Priorität. Der Christkindlmarkt sein zwar ein schönes vorweihnachtliches Zeichen gewesen, aber trotz der Möglichkeit von Impfungen weit von dieser Normalität entfernt. Auch hätten sich immer noch nicht genügend Menschen gegen Corona impfen lassen.

Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat unterstützt die Entscheidung von OB Reiter. Die oberste Priorität müsse die Senkung der Corona-Inzidenz und die Erhöhung der Impfquote sein.

„Die ist eine bittere, aber richtige Entscheidung. Angesichts der dramatischen Lage auf unseren Intensivstationen muss es jetzt darum gehen, Kontakte zu reduzieren und nicht durch Großveranstaltungen neue Kontaktmöglichkeiten zu schaffen, zumal bei einem so großen Event wie dem Christkindlmarkt eine Kontrolle von Vorsichtsmaßnahmen so gut wie unmöglich ist.“, erklärt Fraktionschef Dr. Florian Roth von Die Grünen - rosa liste.

Nur wenn wir solidarisch sind und gemeinsam handeln, kommen wir auch gut aus der Krise.

Fraktionsvorsitzende Anne Hübner

Verschärfte Corona-Regeln - Private Weihnachtsmärkte in München mit 2G Plus-Regel

Für die privaten Christkindlmärkte in München, deren Besucherzahl begrenzt werden kann, gilt die 2G Plus Regel – also der Zugang ist nur für Geimpfte oder Genesene mit negativem Schnelltest möglich.

Da die Standlbetreiber unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders leiden würden, kündigte Reiter an, einen möglichen finanziellen Ausgleich prüfen zu lassen. Der Vorschlag wird auch von der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat unterstützt.

LHM/jh

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