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Christkindlmarkt in der vierten Corona-Welle ‒ München hält am Plan für den Marienplatz fest

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Zahlreiche Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt am Marienplatz in der Landeshauptstadt Bayerns. Im Hintergrund ist das beleuchtete Neue Rathaus zu sehen.
Der Christkindlmarkt am Marienplatz in München soll dieses Jahr stattfinden. (Symbolbild) © Lino Mirgeler/dpa

Viele Weihnachtsmärkte in Bayern sind aufgrund der vierten Corona-Welle abgesagt, doch die großen Städte halten an ihrem Plan fest. Die Schausteller können nur hoffen.

In Bayern sind schon mehrere Christkindlmärkte wegen der vierten Corona-Welle abgesagt worden, doch die großen Städte wie Nürnberg und München halten an ihren Plänen fest.

„Die Vorbereitungen laufen, wir sind auf alles vorbereitet“, sagte etwa der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas, mit zuständig für den berühmten Christkindlesmarkt in der Stadt.

„Wenn die Märkte abgesagt würden, würde es ein Schaustellersterben geben“, sagte Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes. „Die Angst schnürt einem den Magen zu.“ Die Schausteller hätten seit Weihnachten 2019 quasi keine Einnahmen mehr gehabt. Natürlich hätte es das ein oder andere Alternativformat gegeben, sagte Kalb. „Der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.“

Viele Christkindlmärkte in Bayern wegen Corona abgesagt - München und Nürnberg halten an Plan fest

Vor allem in kleineren Orten hatte es bislang Absagen gegeben, etwa in Planegg, Martinsried, Krailling und Stockdorf.. Auch alle Märkte rund um den Tegernsee im Landkreis Miesbach sowie in allen 14 Gemeinden im mittelfränkischen Landkreis Fürth wurden abgesagt.

„Wir haben uns vorbereitet, haben unsere Mitarbeiter motiviert, sich impfen zu lassen, haben Vorkehrungen getroffen und Hygienekonzepte geschrieben - wir haben alles gemacht, was man machen kann“, sagte Schausteller-Vertreter Kalb. Etwa in Nürnberg seien die erforderlichen Maßnahmen schon lange gemeinsam mit der Stadt erarbeitet worden.

Christkindlmarkt in München trotz Corona in Planung

In Nürnberg mit dem berühmten Christkindlesmarkt hält man - wie auch in anderen großen Städten im Freistaat - derzeit an den Planungen fest. Die Stadt hat ein dezentrales Konzept erarbeitet, die Buden sollen auf mehrere Plätze in der Innenstadt stehen.

Auch in München wird weiter mit einem Marktkonzept mit viel Abstand geplant. Am Donnerstag kündigte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an, in der Gastronomie in München „2G“ anzuordnen - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Außerdem solle es eine generelle FFP2-Maskenpflicht im ganzen Marktbereich am Marienplatz geben. Die noch weiter verschlechtere. Ansonsten müsse man sich vorbehalten, das neu zu entscheiden. „Ich kann keine Garantie geben“, sagte er.

Der Christbaum am Münchner Marienplatz steht auf alle Fälle schon. Die Baum-Spende kommt dieses Jahr aus dem Landkreis Weilheim-Schongau - dort war die Überraschung groß.

Weihnachtsmärkte sind wichtiger Baustein für Schausteller

Die Weihnachtsmärkte gelten als wichtigster Baustein in der Saison eines Schaustellers. „Jetzt kommen die Wochen, die entscheidend für ihn sind, wo er Einnahmen generieren und seine Mitarbeiter beschäftigen kann“, sagte Kalb vom Schaustellerverband. Vergleichbar mit einem Hamster würde er in der Weihnachtszeit die „Backen füllen“, um Januar, Februar und März zu überstehen. Ausgerechnet nach dieser Winterpause hatte die Corona-Krise Anfang 2020 die Schausteller erwischt.

Kalb sagte, es wäre einfach nicht nachzuvollziehen, wenn ausgerechnet das sowieso schon gebeutelte Schaustellergewerbe jetzt als exemplarische Maßnahme hergenommen würde, während Fußballstadien, Clubs und Diskotheken, Gastronomie und Handel normal weiterliefen.

Außerdem betonte er, dass Absagen neben den Schaustellern die ganze Innenstadt betreffen würden, also auch Zulieferer, Metzger, Bäcker, Taxifahrer oder Hoteliers.

dpa/lby/jh

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