Bald feiern wie früher?

Party und Feiern in München: So steht es um die Eröffnung der Clubs und Discos der Stadt

Die Clubs und Discos in München können nach der Corona-Zwangspause wieder öffnen.
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Die Clubs und Discos in München können nach der Corona-Zwangspause wieder öffnen.

Nach der Corona-Zwangspause drehen die Clubs in München wieder auf: Hallo hat sich in den Discos umgehört, wie der Party-Neustart aussehen wird und was für Auflagen sie erwarten.

  • Die Clubs und Discos in München sollen ab Oktober wieder öffnen.
  • Was für Auflagen erwarten die Veranstalter und wie der Party-Neustart von statten gehen soll.
  • Hallo hat sich im Tresor im H’ugo’s, Pacha, Harry Klein und Sweet umgehört...

„Es kommt, es kommt, es kommt!“ Ministerpräsident Markus Söder hat es jetzt in der Kabinettssitzung versprochen: Im Oktober dürfen in Bayern Clubs und Diskotheken wieder öffnen, „nach dem Vorbild Baden-Württemberg.“

Am Donnerstag, 30. September, wird endgültig entschieden wie, denn noch wird in der Staatskanzlei an konkreten Rahmen- und Hygienekonzepten gebastelt.

Die Münchner Club-Macher stehen in den Startlöchern, um am 1. Oktober wieder aufzudrehen. Hallo München hat sich umgehört, was sie konkret planen und mit welchen Auflagen sie rechnen.

Allan Kutas , Veranstalter im Tresor im H’ugo’s: „Kontrollen kommen“

„Wir starten mit einem Special-Event als Test und 3G-Plus. Es gibt keine Abendkasse, keine Spontangäste, nur 350 vorab registrierte Personen und eine unumstößliche Gästeliste. Wir geben bei unseren Events die Sicherheit einer Privatveranstaltung, mit Masken und Schnelltests vor Ort, mehr Security, jede halbe Stunde wird desinfiziert.“

Mitorganisatoren Louis Bausch und Lucas Pereira-da Silva: „Wir wollen zeigen, dass Feiern auch in Zeiten von Corona möglich ist.“

Chantal Hassel, Eventmanagerin im H’ugo’s: „Wir öffnen den Tresor zuerst nur an zwei Abenden, freitags und samstags, ein Jahreskonzept ist geplant. Ich rechne mit den üblichen Kontrollen, das KVR und die Polizei schauen ja regelmäßig am Wochenende vorbei.“

Allan Kutas (Mitte), Mitorganisatoren Louis Bausch (re.) und Lucas Pereira-da Silva (li.) im Tresor im H’ugo’s.

Roman Lehmann, Pacha München: „Ob die Leute drinnen Feiern wollen?“

„Ich glaube es ja noch nicht ganz, es sind schwammige Perspektiven. Mal hieß es: ‚Im Herbst‘. Dann: ‚Am 1. Oktober‘. Jetzt: ‚Im Oktober‘. Was Konkreteres wäre schön, wir planen aber mit dem 1. Oktober, als Puffer den 8. Oktober. Bis klar ist, wie alles läuft, planen wir mit Eintritt und 2G. Wir wollen erst einmal zwei Tage, Freitag und Samstag, öffnen. Knapp 600 Gäste passen ins Pacha, 60 Leute Personal muss ich jetzt kontaktieren. Die Vollauslastung ist die einzige Option zu öffnen, sonst rechnet sich das nicht. Aber ob die Leute Indoor-Feiern? Wir hatten ja immer Schlangen an der Tür. Ich habe aber gehört, dass in anderen Bundesländern die Tanzfläche ab 3 Uhr nachts leer war. “

Roman Lehmann vor dem Pacha.

Peter Fleming, Harry Klein: „Noch ein Lockdown wäre schrecklich“

„Die Leute wollen wieder tanzen, wir sind gut aufgestellt und freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Unser Kühlhaus ist voll, die DJs, das Personal sind bereit. Wir können am 1. Oktober um 0.01 Uhr öffnen, aber auch eine Woche später, wir warten die Kabinettsentscheidung nächste Woche ab. Unser Sicherheitskonzept steht: Im Club erneuert ein Abluftsystem die Luft elf Mal pro Stunde. 400 bis 500 Leute passen rein, es gibt zudem Ticket-Vorverkauf, für Gäste die Auflage 2G, nur der PCR Test gilt, es steht ein Mann mehr an der Tür. Wir wollen nichts riskieren. Noch ein Lockdown wäre schrecklich.“

Peter Fleming im Harry Klein.

Alexander Spierer, Sweet: „Schnelltests für alle vor dem Eintritt“

Alexander Spierer, Sweet: „Wir freuen uns auf die Öffnung ohne Maskenpflicht. Denn klar ist: Mit Maske öffnet kein Club, auch wir nicht. Es wird nur eine begrenzte Anzahl Gäste eingelassen. Meinen Plan für das Sweet und die Veranstaltungen in der Freiheizhalle heißt 2G-Plus: Bevor ein Infizierter auch Geimpfte ansteckt, überlegen wir, dass alle Gäste vor dem Eintritt einen Schnelltest machen müssen.“

Das sagt das Ministerium zur Situation

„Der Zugang soll dann nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test möglich sein. Welche konkreten Vorgaben gelten werden, unterliegt der politischen Entscheidung auf Basis einer Gesamtabwägung der zum jeweiligen Zeitpunkt bestehenden Situation des Corona-Geschehens. Die 14. BayIfSMV wird nach derzeitigem Stand bis zum 1. Oktober 2021 gelten. Für den Zeitraum danach können wir daher diesbezüglich zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließende Aussage treffen.“

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