Infektionsschutz

Corona-Einsätze am Pfingstwochenende ‒ Polizei muss mehrfach zu Party-Hotspots ausrücken

Zwei Polizisten, die nachts überprüfen, ob die Ausgangssperre ab 21 Uhr eingehalten wird.
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Am vergangenen Wochenende war die Polizei im Einsatz, um die Einhaltung der Infektionsschutzregelungen zu prüfen

Am Wochenende über Pfingsten musste die Polizei zu mehreren Einsätzen zu Party-Hotspots. Um die Corona-Regeln durchzusetzten, wurde auch Pfefferspray eingesetzt.

Die Corona-Zahlen in München entwickeln sich in letzter Zeit eher positiv und in Bayern kam es zu mehreren Corona-Lockerungen. Die letzten Erleichterungen traten am Freitag vor dem Pfingstwochenende in Kraft.

Doch trotz der weitreichenden Lockerungen gelten immer noch viele Corona-Regeln, wie Abstandhalten und Kontaktbeschränkung. Die Polizei München rückte am Wochenende zu mehreren Einsätzen aus, die im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz standen.

Corona-Einsätze und Kontrollen am Pfingstwochenende - Polizei München rückt zu Party-Hotspots aus

Am Samstag gingen ab 22.30 Uhr mehrere Notrufe wegen Ruhestörung in der Akademiestraße ein. Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zum Einsatzort und stellten rund 400 Personen fest.

Weil zu viele Menschen auf zu kleiner Fläche saßen und standen, konnten die Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden. Deshalb wurden sie mit Lautsprecherdurchsagen zum Gehen aufgefordert. Nur widerwillig entfernten sich die Personen, hierbei wurden auch Einsatzkräfte beleidigt.

Corona-Einsatz am Baldeplatz - Polizei München setzt Pfefferspray ein

Gegen 22:45 Uhr gingen ähnliche Notrufe, diesmal für den Baldeplatzes ein. Rund 300 Personen standen dort lose zusammen und konnten auch hier die Abstände nicht mehr einhalten. Sie wurden durch die Münchner Polizei zur Einhaltung der Abstände und zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert.

Laut Mitteilung der Polizei, war ein 18-jähriger Münchner damit nicht einverstanden und verhielt sich unkooperativ und aggressiv. Weil er dem gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam, sollte er in Gewahrsam genommen werden. Daraufhin solidarisierten sich zahlreiche Feiernde mit ihm. Die Beamten mussten sich zu ihrer eigenen Sicherheit mit Körperschutz und Helm ausrüsten. Um die Festnahme durchzusetzen und die anderen Personen auf Abstand zu halten, musste Pfefferspray eingesetzt werden.

Während des Einsatzes wurde unter anderem ein Verkehrspfosten aus der Verankerung gerissen und in Richtung eines Streifenwagens, um das auch Einsatzkräfte standen, geworfen.

Es wurden mehrere Strafverfahren wegen Landfriedensbruch, versuchter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Ein Beamter wurde bei dem Einsatz verletzt.

Polizei-Einsatz am Professor Huber Platz an Pfingsten

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden zudem Menschenansammlungen am Professor-Huber-Platz gemeldet. Rund 100 Personen lärmten, tranken Alkohol und konnten zu späterer Stunde die Mindestabstände nicht einhalten.

Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zum Professor-Huber-Platz und forderten die Feiernden mittels Lautsprecherdurchsagen und persönlichen Ansprachen zum Verlassen der Örtlichkeit auf. Den Anordnungen wurde schleppend nachgekommen.

Polizeipräsidium München/jh

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