Große Resonanz

Erster erfolgreicher Impf-Tag für Obdachlose in München - Weitere Aktionen für Corona-Impfungen sollen folgen

Ein Mann wird in einer Anlaufstelle für wohnungs- und obdachlose Menschen geimpft.
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In München verlief der erste Impf-Tag für Obdachlose erfolgreich. (Symbolbild)

Der erste Impf-Tag für Obdachlose in München lief erfolgreich, knapp 110 Menschen erhielten eine Corona-Impfung mit Johnson & Johnson. Weitere Aktionen sollen folgen.

In München wurde die ersten obdachlosen Menschen gegen Corona geimpft. Bei einem offenen Aktionstag im Kloster St. Bonifaz erhielten insgesamt 110 Frauen und Männer eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson.

Die Impf-Aktion wurde von der Firma Aicher durchgeführt, die auch das städtische Impfzentrum in Riem betreibt. Das Kloster St. Bonifaz hatte in der Klosterkirche und im dahinterliegenden Pfarrsaal ein provisorisches Impfzentrum aufgebaut. Im Anschluss an die Impfung wurde den obdachlosen Menschen ein Übernachtungsplatz angeboten.

Es war der Auftakt für weitere Aktionen zur Impfung von obdachlosen Menschen in den nächsten Wochen und Monaten.

Wir nehmen unsere Aufgabe als Gesundheitsreferat, allen Münchner*innen ein Impfangebot zu machen, sehr ernst. Dazu gehört auch, niederschwellige Angebote zu entwickeln und zu den Menschen vor Ort zu gehen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur eine einmalige Impfung erfordert, ist gut geeignet für Menschen, die aufgrund ihrer prekären Lebenssituation nur schwer für Terminvereinbarungen zu erreichen sind.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

Corona-Impfung für Obdachlose in München - Weitere Aktionstage sollen folgen

Die nächsten Impf-Aktionen für Obdachlose in München sollen in den Arztpraxen für obdach- und wohnungslose Menschen (Arztpraxis im Haus an der Pilgersheimer Straße, Arztpraxis in St. Bonifaz, open.med) und bei Beratungs- und Anlaufstellen, wie der Teestube „komm“ und der Bahnhofsmission, stattfinden.

Außerdem haben mobile Impfteams bereits einige Unterkünfte für wohnungslose und geflüchtete Menschen besucht, um die Personen – wie in den Alten- und Pflegeheimen – direkt vor Ort zu impfen.

Wohnungslose und geflüchtete Menschen, die in Unterkünften oder verbandlichen Einrichtungen leben, zählen nach der Priorisierungsliste der STIKO zur Prio II und können sich auch im Impfzentrum und bei ihren Hausärzten bereits seit März/April 2021 gegen Corona impfen lassen.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy freute sich über die große Resonanz, auf die die Impf-Aktion gestoßen ist. Obdachlose Menschen seien in der Corona-Pandemie aufgrund ihrer Lebenssituation und häufiger Vorerkrankungen besonders gefährdet. Deswegen sei es wichtig, dass sie schnell und unbürokratisch ein Impfangebot bekämen.

LHM/jh

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