Kein „Durchwurstel“ bis Spätherbst

Grüne fordern „harten Lockdown“ in München ‒ Mit diesen Maßnahmen sollen Corona-Lockerungen im Sommer kommen

Die Grünen fordern einen harten Corona-Lockdown in München.
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Die Grünen fordern einen harten Corona-Lockdown in München.

Die Grünen im Münchner Stadtrat fordern einen harten Corona-Lockdown mit Öffnungsperspektive. Die verschärften Maßnahmen sollen Schulen, Geschäften und Gastronomie helfen...

  • Forderung in München nach kurzem und hartem Corona-Lockdown.
  • Die Maßnahmen sollen Schulen, Geschäften und Gastronomie helfen.
  • Wie die Grünen Lockerungen und Öffnungen im Sommer erreichen wollen....

Um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, fordert die Münchner Stadtratsfraktion Die Grünen – Rosa Liste in einem Positionspapier einen „kurzen, harten Lockdown“. Dadurch solle eine Öffnungsperspektive für Schulen, Geschäfte und Gastronomie geschaffen werden.

Eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen für kurze Zeit würde nach Ansicht der Grünen die Möglichkeit für anschließende Lockerungen ebenen. Die bisherigen Strategie der Notbremse mit Öffnungen und anschließender Schließungen würde Verwirrung stiften und nicht die erhofften Ergebnisse bringen.

In München gilt ab Mittwoch die Corona-Notbremse mit verschärften Regeln.

Grüne für kurzen harten Corona-Lockdown mit Öffnungsperspektive in München

Um die Inzidenz vor dem Sommer deutlich unter 100 zu drücken, plädiert das Positionspapier der Grünen für folgende Maßnahmen, begrenzt auf einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen:

  • Eine Pflicht für Homeoffice für Unternehmen, die nicht systemrelevant sind.
  • Die Schließung von Einzelhandel und Gastronomie (mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Tankstellen, Apotheken, etc.)
  • Die Schließung von Schulen
  • Geschlossen halten beziehungsweise Schließung von Kultureinrichtungen
  • Eine Ausgangssperre ab 21 Uhr

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzenden Dominik Krause geht davon aus , dass die harten Corona-Maßnahmen zwar starke Einschnitte bedeuten, dafür im Sommer dann Lockerungen ermöglichten.

Für eine dauerhafte Perspektive auf Lockerungen und Öffnungen fordert Krause deswegen einen kurzen und harten Corona-Lockdown in München. Anstatt eines weiteren „Durchwurstelns“ bis zum Spätherbst könnte so nach zwei bis drei Wochen konsequentem Lockdown schon mit Beginn des Sommers ein Stück weit Normalität in München einkehren.

Wir haben 2020 gesehen, dass Raum für Lockerungen besteht, wenn man mit sehr niedrigen Inzidenzen in den Sommer startet. Auch zeigt der weltweite Vergleich, dass Länder, die sich in einen kurzen und harten Lockdown begeben, deutlich geringere wirtschaftliche Schäden zu verzeichnen haben, als Länder, die sich in dauerhaften, aber weicheren Lockdowns befinden. Wichtig ist, dass die Einschränkungen nicht nur den privaten Bereich betreffen, sondern auch die Wirtschaft mit einbeziehen. Ausgangssperren sind nur dann verhältnismäßig, wenn auch Homeoffice obligatorisch wird.

Dominik Krause

Die Grünen – Rosa Liste/jh

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