Antigen am Ende?

Corona-Tests werden kostenpflichtig – was das für Münchens Testzentren heißt

Keine kostenlosen Corona-Tests ab 11. Oktober mehr in München. (Symbolbild)
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Keine kostenlosen Corona-Tests ab 11. Oktober mehr in München. (Symbolbild)

Das kostenlose „Jedermann“-Angebot endet am 11. Oktober, wer noch keine Corona-Impfung hat muss ab dann zahlen. Was ein Schnelltest und ein PCR-Test demnächst kosten können...

  • Ab 11. Oktober endet das Angebot für kostenlose Corona-Test - mit Ausnahmen.
  • Testzentren in München werden dann wahrscheinlich weniger werden.
  • Was Schnelltest und PCR-Test demnächst kosten können...

59,7 Prozent der Münchner Bevölkerung ist vollständig gegen Covid19 geimpft. Der Rest muss – bis auf wenige Ausnahmen – einen Corona-Test absolvieren, um etwa ins Restaurant oder das Theater zu kommen. Ab 11. Oktober werden diese Tests kostenpflichtig. Lässt sich dann überhaupt noch wer testen? Und was heißt das für die Testzentren?

„Wir wünschten, wir hätten eine Glaskugel, um die Nachfrage einschätzen zu können“, sagt Gerhard Bieber vom Johanniter Regionalverband München, der Teststationen in Giesing, am Olympiapark und weiteren Standorten betreibt. „Wir rechnen aber definitiv damit, dass die Nachfrage nachlassen wird.“ Und damit werde man die Kapazitäten anpassen müssen.

Ähnlich sieht das Dr. Peter Sandmann, Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands im Regionalbereich München. Vor Monaten testete er an der Säbener Straße noch hunderte täglich, mittlerweile ist sein Impfzentrum nur noch Nachfrage-basiert mit Zeitfenstern geöffnet.

Ende der kostenlosen Corona-Tests ab 11. Oktober - Wie es mit den Testzentren in München weitergeht

Schnelltestzentren könnten mit 11. Oktober also weniger werden – verschwinden werden sie jedoch nicht. „Wir halten die Stellung solange eine Nachfrage besteht, welche für uns wirtschaftlich Sinn macht“, schreibt die Test Now GmbH, die Testzentren im Hofbräukeller, an der Freiheizhalle und im Pacha-Club betreibt, in einer E-Mail-Aussendung.

Doch wann ist ein Schnelltest wirtschaftlich und wie viel wird er dadurch kosten? „Test Now“ verlangt ab 11. Oktober beispielsweise 14,90 Euro. Auch PCR-Tests gibt es dort – ab 99 Euro. Für die Apotheken-Schnelltests rechnet Sandmann mit einer „Spanne von 15 bis 25 Euro. „Das wird sich noch einpendeln müssen.“

Anders bei den Testzentren des Sonnen-Gesundheitszentrums beim Deutschen Museum, beim Verkehrszentrum und an der Rosenheimer Straße: „Die Situation wird gar nicht viel anders“, sagt Betreiber Dr. Michael Schleef. Als ärztlich betriebenes Testzentrum sei man an die Gebührenordnung gebunden – ein PCR-Test kostet daher nach wie vor 76 Euro.

Auch bei den Johannitern gebe es Überlegungen, neben Schnelltests auch PCR-Tests anzubieten. Denn: Soeben wurde von der Landesregierung beschlossen, dass Veranstalter, Gastwirte und Bühnen künftig zwischen 2G- der 3Gplus-Regel (geimpft, genesen, PCR-getestet) entscheiden können.

Gratis-Tests

Als Kontaktperson, bei einem Hinweis der Corona-Warn-App oder als PCR-Bestätigungstestungen bleiben Tests weiterhin kostenlos. Außerdem gibt es an der Theresienwiese kostenfreie Schnelltests für impfunfähige und in Quarantäne abgesonderte Personen sowie Personen unter 12 Jahren, Besucher und Beschäftige von Pflegeeinrichtungen und zeitlich befristet Studenten, Schwangere und Stillende.

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