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Besucherrückgang und Regel-Probleme an Corona-Teststationen – Verwaisen die Zentren im Würmtal?

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Corona-Teststation Neuried
Da sich in der Corona-Teststation in Neuried immer weniger Menschen testen lassen, könnte sie bald öfter geschlossen bleiben. © Romy Ebert-Adeikis

Seitdem Corona-Tests kostenpflichtig sind, sinkt die Nachfrage – auch im Würmtal. Andere Probleme, wie Ausnahme-Regeln, beschäftigen die Bürger zusätzlich.

Seit eineinhalb Wochen sind Covid-19-Tests bis auf einige Ausnahmen kostenpflichtig. Nun zeigen sich erste Auswirkungen an den Teststationen im Würmtal: Es kommen weniger Nutzer – zum Teil wegen großer Unsicherheiten.

Deutlicher Besucherrückgang in Corona-Testzentren - Teststationen im Würmtal berichten von geringerer Nachfrage

„Die Besucherzahlen sind deutlich zurückgegangen“, sagt Felix Lechner von der privat betriebenen Teststation am Sportpark in Neuried. Dort kostet ein Schnelltest 19 Euro. Lechner will trotz der neuen Herausforderungen sein Angebot in Neuried so lange wie möglich aufrechterhalten. „Natürlich nur, solange die Testungen wirtschaftlich möglich sind.“

Felix Lechner, Betreiber der Corona-Teststation am Sportpark Neuried
Felix Lechner, Betreiber der Corona-Teststation am Sportpark Neuried © kf

Überlegungen, ob Tests weiterhin möglich sein werden, macht sich auch Gerhard Bieber von den Johannitern, die in Neuried eine Station für die Gemeinde und den Nachbarort Planegg betreiben. Denn dort verzeichnet man ebenfalls einen „starken Besucherrückgang“.

Probleme an Corona-Teststationen im Würmtal: Bürger verwirrt und verunsichert von Ausnahme-Regeln

Ein möglicher Grund: Bürger könnten durch die neuen Regelungen verunsichert sein, mutmaßt Bieber. „Die Ausnahmen sind relativ komplex.“ Zum Beispiel die Testung für Studierende: Diese ist zwar an sich kostenfrei möglich, aber nur in kommunalen oder vertraglich dazu verpflichteten Stationen. Grundsätzlich koste der Corona-Test in der Einrichtung am Haderner Winkel 16 Euro.

An kommunalen Zentren – wie an der Großhaderner Straße in Gräfelfing – stehen die Angestellten vor anderen Herausforderungen. Dort werden nur die Personengruppen angenommen, die kostenfreie Tests bekommen. Das berge weniger Probleme mit der Bürokratie und auch die Anzahl der Besucher sei nicht zurückgegangen, sagt eine Mitarbeiterin der Hausarztpraxis Dr. Reichert und Dr. Müllauer, welche die Station betreut.

Allerdings gab es bereits Fälle, bei denen sich Personen testen lassen wollten, ihre Berechtigung aber nicht geklärt werden konnte. Dann seien Mitarbeiter der Teststelle sogar „bereits in Diskussionen beschimpft“ worden.

Lina Ehehalt

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