2021

Mehr als Regenbogenflaggen ‒ Die LGBTIQ*-Community in München demonstriert beim CSD für Rechte und Akzeptanz

Eine Regenbogenfahne weht vor den Türmen der Frauenkirche während der Christopher-Street-Day-Parade durch die Innenstadt.
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Eine Regenbogenfahne weht vor den Türmen der Frauenkirche während der Christopher-Street-Day-Parade durch die Innenstadt.

Beim Christopher Street Day (CSD) demonstrieren Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen in München für gleiche Rechte und Akzeptanz.

  • Der Christopher Street Day in München findet 2021 wieder statt.
  • Die LGBTIQ*-Community demonstriert für gleiche Rechte und Akzeptanz.
  • Was vom CSD-Wochenende vom 9. Juli bis 11. Juli geplant ist...

Gleiche Rechte und Akzeptanz - dafür demonstrieren Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen, kurz LGBTIQ*, seit 40 Jahren beim Christopher Street Day (CSD) in München.

„München ist eine bunte, eine vielfältige Stadt. Hier kann man gut leben, ganz egal, wen man liebt“, sagt Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt. Aber Toleranz sei noch längst keine Akzeptanz, auch hier in München nicht. Deshalb brauche es den CSD und die Unterstützung dafür bis heute. Habenschaden sieht darin auch einen Akt gesellschaftlicher Solidarität.

Die Stadt München hat im Rahmen der PrideWeek und des CSD angekündet, das Rathaus sowie der Marienplatz, die Kaufingerstraße, die Neuhauser Straße, die Weinstraße und die Theatinerstraße vom 5. Juli bis zum 11. Juli mit Regenbogenflaggen zu verzieren.

Zudem werden 14 weitere Flaggen der LGBTIQ*-Communities am Marienplatz gezeigt. An ihren Masten werden Tafeln über verschiedenen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten informieren.

Die Sichtbarkeit sei dabei ein zentraler Punkt, der helfe Vorurteile abzubauen und Empathie für die Community zu schaffen, so Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des Münchner CSD. Der Stadtrat der Rosa Liste freut sich im zweiten Corona-Jahr auf eine gute Mischen aus „Off- und Online-Veranstaltungen“.

Christopher Street Day (CSD) 2021 in München - Die LGBTIQ*-Community demonstriert für gleiche Rechte und Akzeptanz

Den CSD 2021 zu organisieren sei ein Kraftakt gewesen, sagt CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge. Die unvorhersehbaren Entwicklungen in der Pandemie hätten eine recht kurzfristige Planung erfordert. Das CSD-Wochenende findet vom 9. Julis bis zum 11. Juli statt.

Ein erster Höhepunkt dabei soll die dezentrale Demo-Aktion am Samstag, 10. Juli, 12 Uhr darstellen. LGBTIQ*-Vereine, -Gruppen und -Initiativen der Stadt werden dann an über 60 Plätzen in München für gleiche Rechte und Akzeptanz demonstrieren.

Dazu parallel präsentieren Künstler*innen ihre Songs auf der CSD-Kulturbühne in Resls Kollektivgarten auf der Theresienwiese. DJs, Drag Shows und queerer oder queerfriendly Bands spielen wegen der Corona-Regeln nur für 500 live Zuschauer*innen - es wird allerdings auch ein Live-Stream angeboten.

Am Sonntag, den 11. Juli, beendet die Münchner LGBTIQ* Community den CSD mit einer sternförmigen Radl-Demo. Von fünf Startpunkten aus fahren die Teilnehmer*innen ab 13 Uhr ins Zentrum. Dort halten verschiedene Vertreter*innen der LGBTIQ*-Vereine Reden.

Die Abschlusskundgebung ist auf maximal 1000 Personen begrenzt. Pro Route sind damit nur 200 Teilnehmer*innen zugelassen, die sich im Vorhinein anmelden mussten.

csdmünchen/LHM//jh

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