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Caritas München ist Opfer einer Cyber-Attacke - Prozesse laufen analog weiter

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Von: Kevin Wenger

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Die Caritas-Verbände in München und Freising wurden Opfer von Cyber-Attacken. Die Prozesse laufen analog weiter, es ist mit Verzögerungen zu rechnen.
Die Caritas-Verbände in München und Freising wurden Opfer von Cyber-Attacken. Die Prozesse laufen analog weiter, es ist mit Verzögerungen zu rechnen. (Symbolbild) © dpa/Nicolas Armer

Die Server der Caritas München und Freising sind Cyber-Angriffen zum Opfer gefallen. Zahlreiche Daten wurden gestohlen, die Prozesse sollen analog weiterlaufen.

Seit vergangenem Wochenende verzeichnet die Caritas in München und Freising zahleiche Störungen in ihrem IT-System. Die Server des Vereins sind einer Cyber-Attacke zum Opfer gefallen, die die digitalen Prozesse lahmlegt.

Zwar konnten die Prozesse gesichert werden, durch die Lahmlegung des digitalen Systems müssen jedoch die Betriebe analog durchgeführt werden. Es muss mit starken Verzögerungen unter anderem bei Kontaktaufnahmen mit der Caritas gerechnet werden.

Cyber-Attacke auf Caritas: Daten wurden gestohlen - Verein kennt das Ausmaß noch nicht sicher

Caritasdirektor Prof. Dr. Hermann Sollfrank versichert, dass der Verein und seine Mitarbeiter weiterhin das Beste geben, um für die Menschen da zu sein. Deshalb wirbt er um Verständnis, sollten sich Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme auftun.

Währenddessen wurde eigens dafür ein Krisenstab eingerichtet, der an der Behebung des Problems arbeiten soll. Gerade wird die Situation weitgehend analysiert. Der Verein kann bisher feststellen, dass zahlreiche Daten gestohlen wurden, über das Ausmaß des Angriff ist man sich noch nicht zweifelsfrei sicher.

Caritas hat bereits Anzeige erstattet und die Behörden um Hilfe bei der Aufarbeitung gebeten.

Laut Polizei München wurde auch Dateien im System von den Tätern verschlüsselt. Durch eine Nachricht haben sie Kryptowährung gefordert, um diese wieder zu entschlüsseln.

Weitere Erkenntnisse zu den Tatumständen oder zum Ausmaß des Schadens an der digitalen Infrastruktur liegen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden unmittelbar am Vereinssitz durch das Kriminalfachdezernat für Cybercrime übernommen.

Caritas/kw

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