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Hallo schaut hinter die Kulissen des neuen Volkstheaters am Viehhof

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Von: Theresa Reich

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Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock.
Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock. © Theresa Reich

Das Volkstheater zieht in den Neubau im Viehhof-Areal. Hallo-München dufte sich vorab schonmal auf der Baustelle umschauen. So sieht es hinter den Kulissen aus.

Baupläne liegen ausgebreitet auf der Garderoben-Theke des neuen Volkstheaters. Wo hier und da noch lose Kabel von der Decke hängen, bringen zwei Elektriker balancierend auf Leitern die letzten Lampen im Restaurant an. Hinter der Bühne stapeln sich Kartons, vollgepackt mit Requisiten. Das Volkstheater zieht gerade von der Maxvorstadt, Brienner Straße 50,in einen Neubau ins Viehhof-Areal um. Hallo durfte sich die Räumlichkeiten schonmal ansehen.

Auf drei Aufführungsflächen können künftig Theatervorstellungen inszeniert werden. Der Hauptsaal mit Orchestergraben bietet Platz für etwa 600 Zuschauer. „Die große Bühne wurde so geplant, dass alles technisch schnell auf- und wieder abgebaut werden kann“, so Schauspieler und Theatersprecher Frederik Mayet. Wie bei einem Aufzug, können die Bühnenbilder in ein unterirdisches Lager gefahren werden. Auch der 27 Meter hohe Turm, direkt über der Bühne, dient dem schnellen Kulissenwechsel.

Das neue Volkstheater im Viehhof: Wird es rechtzeitig fertig?

Neben der Probebühne, steht den Künstlern auch eine multifunktionale Spielfläche zur Verfügung. Sie ist ausgestattet mit einem integrierten Schubladensystem, für den zügigen Auf- und Abbau von Stuhlreihen. „Der Umbau von Stühlen ist sehr zeitaufwendig. So bekommen wir schnell den Saal leer“, erklärt Intendant Christian Stückl. In jeder Ecke kann so die Bühne stehen, denn auch die Beleuchtungsbrücken sind verschiebbar. „Hier passen entweder 250 Sitz- oder 400 Stehplätze rein“. Im backsteinroten Neubau sind Verwaltungsräume, Requisitenabteilung, Schneiderei und Schreinerei, wie auch die Tonabteilung mit Tonstudio untergebracht.

Intendanz, die künstlerische Leitung mit Dramaturgie, sowie Theaterwohnungen und sogar eine eigene Kita befinden sich im denkmalgeschützten Altbau, wo ursprünglich Büros für Viehhändler waren. Die größte Angst des Intendanten, „dass das Theater nicht pünktlich fertig wird“, bewahrheitet sich nach aktuellem Stand nicht. Das 150 Millionen teure Bauprojekt liegt im Zeitplan. „Wir werden am 15. Oktober eröffnen“, so Stückl. Alle zeitlichen Puffer seien durch Quarantäne-Maßnahmen aufgebraucht. Schon ab nächster Woche beginnen die etwa 50 Künstler mit den Proben im neuen Volkstheater.

„Ob die große Bühne so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, wird sich erst bei der Premiere zeigen“, so Mayet. Tatsächlich wird an der großen Hauptbühne noch gearbeitet. „Uns bleibt bis zur Eröffnung nicht viel Zeit, das Haus kennenzulernen“, sagt Mayet.

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